Das offizielle Plakat zur WM 2014: Die Airlines wollen mitverdienen.

Ausländische Airlines in Brasilien?

Während der Fußball-WM 2014 kosten Tickets bereits jetzt absurd viel. Dagegen will die staatliche Tourismusförderung etwas Ungewöhnliches unternehmen.

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Luftfahrt

Der rund einstündige Flug von Rio de Janeiro nach São Paulo ist bei früher Buchung ab 250 Real zu haben. Doch in der Zeit vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 kann das Retour-Ticket bis zu 2593 Real kosten. Umgerechnet sind das rund 880 Euro oder 1080 Franken. Das ist zwar ein Extrembeispiel. Aber die Tendenz ist klar: Die brasilianischen Fluggesellschaften wie Azul, Gol oder TAM erhöhen für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 die Preise für Inlandsflüge bereits jetzt auf bis das Zehnfache de Normalpreises.

Nun hat die staatliche Tourismusförderung Embratur genug. Sie wandte sich an das Luftfahrtministerium in Brasília und die Kartellbehörde Cade, wie ihr Präsident Flavio Dino der Zeitung Globo erklärte. «Das Gesetz von Angebot und Nachfrage soll hier nicht gelten dürfen», erklärt er. Die Preishausse sei schlecht für Brasilien. Und die Tarife lägen auch höher als in vergleichbaren Perioden mit hoher Nachfrage, etwa die Zeit um Neujahr. Es brauche deshalb nun Gegenmaßnahmen, so Dino.

«Das Prinzip der Vernunft»

Der Embratur-Präsident hat auch schon konkrete Vorschläge, wie die Preise kontrolliert werden sollen. Er fordert zum einen eine Preisobergrenze. Viel umstrittener ist indes, dass Dino zum anderen die Zulassung von ausländischen Fluglinien während der WM fordert. Sie sollen dann vorübergehend Inlandsflüge in Brasilien durchführen dürfen, und so die Preise nach unten drücken.

Luftfahrt-Minister Moreira Franco ist allerdings noch nicht überzeugt. Er will lieber mit den brasilianischen Airlines verhandeln. «Wir suchen eine Lösung, die sich nach dem Prinzip der Vernunft richtet», sagte er dem Globo.

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