Das offizielle Plakat zur WM 2014: Die Airlines wollen mitverdienen.

Ausländische Airlines in Brasilien?

Während der Fußball-WM 2014 kosten Tickets bereits jetzt absurd viel. Dagegen will die staatliche Tourismusförderung etwas Ungewöhnliches unternehmen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der rund einstündige Flug von Rio de Janeiro nach São Paulo ist bei früher Buchung ab 250 Real zu haben. Doch in der Zeit vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 kann das Retour-Ticket bis zu 2593 Real kosten. Umgerechnet sind das rund 880 Euro oder 1080 Franken. Das ist zwar ein Extrembeispiel. Aber die Tendenz ist klar: Die brasilianischen Fluggesellschaften wie Azul, Gol oder TAM erhöhen für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 die Preise für Inlandsflüge bereits jetzt auf bis das Zehnfache de Normalpreises.

Nun hat die staatliche Tourismusförderung Embratur genug. Sie wandte sich an das Luftfahrtministerium in Brasília und die Kartellbehörde Cade, wie ihr Präsident Flavio Dino der Zeitung Globo erklärte. «Das Gesetz von Angebot und Nachfrage soll hier nicht gelten dürfen», erklärt er. Die Preishausse sei schlecht für Brasilien. Und die Tarife lägen auch höher als in vergleichbaren Perioden mit hoher Nachfrage, etwa die Zeit um Neujahr. Es brauche deshalb nun Gegenmaßnahmen, so Dino.

«Das Prinzip der Vernunft»

Der Embratur-Präsident hat auch schon konkrete Vorschläge, wie die Preise kontrolliert werden sollen. Er fordert zum einen eine Preisobergrenze. Viel umstrittener ist indes, dass Dino zum anderen die Zulassung von ausländischen Fluglinien während der WM fordert. Sie sollen dann vorübergehend Inlandsflüge in Brasilien durchführen dürfen, und so die Preise nach unten drücken.

Luftfahrt-Minister Moreira Franco ist allerdings noch nicht überzeugt. Er will lieber mit den brasilianischen Airlines verhandeln. «Wir suchen eine Lösung, die sich nach dem Prinzip der Vernunft richtet», sagte er dem Globo.

Mehr zum Thema

Kampfdrohneneinsatz im Dschungel Kein Entkommen für Drogenschieber

Wie die Armee der USA Drogenkartelle aus der Luft bekämpft

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier