Embraer 135 von BMI Regional: Drei Mal täglich nach Bern.

Skywork wird bedrängtBMI – Chance und Risiko für Bern

BMI Regional fliegt neu Bern - München. Der Flughafen der Schweizer Hauptstadt freut sich über die neue Kundin - und düpiert gleichzeitig Heimanbieterin Skywork.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Man habe den Markt eingehend analysiert, sagt Cathal O'Connell. «Wir haben uns dann für Bern als ideale Destination entschieden, um unsere Präsenz in Europa zu erweitern» so der Chef von BMI Regional am Mittwoch (14. Januar) bei einer Medienkonferenz am Flughafen Bern-Belp. Die neue Strecke Bern - München sei für seine Fluggesellschaft ein entscheidender Schritt nach vorne.

BMI Regional wird ab dem 29. März von Montag bis Freitag drei Mal täglich von Bern nach München und zurück fliegen, am Wochenende ein Mal. Der Flugplan ab Bern sei so abgestimmt, dass nahtlose Verbindungen über das Lufthansa-Drehkreuz München zu mehr als 200 weltweiten Zielen möglich seien, so O'Connell. Die Strecke wird denn auch im Codeshare mit der deutschen Fluglinie betrieben. Auch dort freut man sich. «Bern als Hauptstadt der Schweiz ist ein sehr interessanter Markt für Lufthansa, da er wertvollen Zubringerverkehr zu unserem Drehkreuz in München generiert», sagt Länderverantwortliche Barbara Krättli.

Berner Aussagen schmerzen wohl Berner Airline Skywork

Und auch beim Flughafen Bern gibt es nur lachende Gesichter. «BMI bietet als erste Fluggesellschaft in Bern ganzjährige Linienflüge mit Jetflugzeugen an», sagt Geschäftsführer Mathias Häberli. Die Schweizer Hauptstadt sei nun auch wieder an ein bedeutendes Luftfahrtdrehkreuz angebunden.

Gerade diese Aussagen müssen für den Heimanbieter Skywork wie ein Hohn klingen. Denn sie bietet seit Jahren ganzjährige Linienflüge an - nur mit Turboprops statt Jets. Auch fliegt sie genauso nach München, aber nicht im Codeshare.

Eine Verdreifachung der Kapazität auf der Strecke Bern - München

BMI für die Schweizer Regionalairline eine Bedrohung. Denn München war bislang ihre profitabelste Strecke. BMI deckt die Verbindung mit Embraer 135 mit 37 Plätzen ab. Skywork setzt Dornier Do328 ein. Betrug die Kapazität also bislang pro Woche 341 Sitze in jeder Richtung, beträgt sie ab April 970 Plätze - fast eine Verdreifachung. Der Preiskampf ist vorprogrammiert.

Insofern konnte der Flughafen Bern mit BMI zwar eine neue Kundin gewinnen. Und das erst noch ohne eigenes Dazutun. «Die Route wurde von BMI zusammen mit Lufthansa ausgewählt», so ein Sprecher der britischen Fluglinie. Aber er riskiert auch, die beste Kundin entscheidend zu schwächen. Erst vergangenen Sommer erhielt Skywork wieder eine unbefristete Betriebsbewilligung, nachdem die Airline zuvor nahe am Kollaps vorbei geschrammt war.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies