Cockpit einer Boeing 737 Max beim Testflug der FAA: Sind die Checklisten zu lang?

Southwest und American Piloten kritisieren geplantes 737-Max-Training

Vor der Wiederzulassung der Boeing 737 Max legt die amerikanische Luftfahrtbehörde Regeln zum Training vor. Die Piloten von zwei Airlines fordern Änderungen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Bei der geplanten Wiederzulassung und Rückkehr der Boeing 737 Max in den Betrieb geht es nicht nur um technische Verbesserungen an dem gegroundeten Modell. Ein zentraler Punkt ist auch das Training der Piloten, besonders mit Blick auf die Situation, dass das Flugzeug wie bei den zwei tödlichen Max-Unglücken die Nase nach unten drückt.

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat Vorschläge gemacht, wie das Pilotentraining aussehen soll und nach welchen Richtlinien Cockpitcrews in Notfallsituationen reagieren sollen. Doch die Piloten von Southwest Airlines und American Airlines zeigen sich nicht zufrieden mit diesen Vorschlägen, die bis Montag für Kommentare offen standen.

Kritik an Checklisten und Trainingsrhythmus

So kritisiert die Pilotengewerkschaft von Southwest Airlines laut der Nachrichtenagentur Associated Press, die Notfall-Checklisten seien zu komplex. Die Fehlerquoten würden bei langen Checklisten exponentiell ansteigen, argumentiert die Gewerkschaft. Weiter heißt es, Piloten im Simulator «fanden es schwierig, sich an die Schritte in der Reihenfolge zu erinnern». Die Forderung: Die Anzahl der Schritte, welche die Piloten in Notfallsituationen vor den Abstürzen von Lion Air und Ethiopian beachten und ausführen müssen, soll sinken.

Piloten von American Airlines sind derweil nicht einverstanden mit dem vorgeschlagenen Trainingsrhythmus. Sie fordern ein Notfalltraining alle zwei Jahre und nicht nur alle drei Jahre, wie von der FAA vorgeschlagen. Die Behörde könnte in den kommenden Wochen das fixe Regelwerk zum Training der Piloten veröffentlichen. Für Boeing wäre dies ein wichtiger Schritt, um die Wiederzulassung der 737 Max wie erhofft noch in diesem Jahr zu erreichen.

Welche Schritte nach der Veröffentlichung des Trainingsreglements noch für die Max-Rückkehr nötig sind, lesen Sie hier.

Mehr zum Thema

American Airlines: Minus 17,6 Prozent.

American plant ab Ende Dezember 737-Max-Flüge

Boeing 737 Max von American: Kunden können sie ansehen gehen.

American bietet Skeptikern Boeing-737-Max-Touren an

Boeing 737 Max im Flug: Die nächsten solchen Bilder gibt es erst ab Juni oder Juli.

Easa hält die Boeing 737 Max wieder für sicher

ticker-american-airlines

Flugbegleitende von American Airlines erhöhen Druck auf Chef Robert Isom

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack