United AirlinesPilot schlichtet politischen Streit unter Passagieren

Die Stimmung in den USA ist seit der Wahl von Donald Trump angespannt. Das zeigte sich auch auf einem Flug von United Airlines. Der Pilot bekam die Situation vorbildlich unter Kontrolle.

Top-Jobs

Hahnair

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Die Wahl Donald Trumps zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten hat Millionen Menschen in den USA aufgewühlt – und viele von ihnen zur Verzweiflung getrieben. In allen großen Städten des Landes kam es zu Protesten, einige eskalierten. Dabei nahm auch die Zahl rassistisch motivierter Übergriffe zu.

Eine politisch motivierte Auseinandersetzung gab es auch auf einem United-Airlines-Flug, der vergangene Woche von San Francisco nach Puerto Vallarta in Mexiko führte. Der Pilot wurde in der Folge ungewollt zum Helden der Passagiere und von Internetnutzern in den USA. Was genau in den Streit gesagt wurde, ist nicht bestätigt. Bei Twitter berichten Passagiere davon, dass ein weißer Trump-Fan eine afroamerikanische Mitpassagierin beleidigt haben soll und diese darauf in Tränen ausgebrochen sei.

«Sich gegenseitig respektieren»

Die Fluggesellschaft bestätigt lediglich, dass es an Bord «einen Zwischenfall» gegeben habe, über den man den Piloten unterrichtet habe. Dass der Streit aber irgendetwas mit Politik mit Politik zu tun hatte, zeigt die Reaktion des Piloten. Über die Sprechanlage erinnert er die Passagiere zunächst daran, dass sie alle für längere Zeit zusammen «in einer Metallröhre in 40.000 Fuß Höhe» sein werden. Er verstehe, dass jeder seine eigene Meinung habe. «Wenn Sie ihn unterstützen, ist das toll. Wenn nicht, verstehe ich das», so der Kapitän weiter – und spielt damit offensichtlich auf Donald Trump an.

Aber man sei nun für drei Stunden und 13 Minuten gemeinsam in diesem Flugzeug. «Und ich bitte Sie alle darum, gesunden Menschenverstand zu beweisen und sich gegenseitig zu respektieren, damit wir nach unserer Ankunft eine gute Zeit in Puerto Vallarta haben können.» Jetzt sei nicht der Zeitpunkt für solche Diskussionen und man solle warten, bis die Stimmung etwas heruntergekocht sei, fügt der Pilot an – und dann wird er deutlich. «Falls noch irgendjemand hier vorhat, sich zu streiten oder politische Brandreden zu halten – morgen geht auch noch ein Flug, den können Sie gerne nehmen. Auf dem heutigen Flug wird er oder sie nicht sein.»

Kapitän schafft Ruhe

Dieses Statement brachte dem Kapitän von den Passagieren eine Runde Applaus ein. Er schaffte es offenbar, die Stimmung zu beruhigen. Wie United Airlines mitteilt, verlief der Flug ohne weitere Zwischenfälle.

Sehen Sie die ganze Ansage des Piloten oben im Video.

Mehr zum Thema

ticker-usa

Neue Regel des Verkehrsministeriums der USA entlastet Airlines bei Wartungsproblemen

ticker-usa

Erstmals seit 53 Jahren: Flughafen in Virginia erhält Zulassung für kommerzielle Flüge

Marine One auf der Ellipse: Wegen der Bauarbeiten von hier unterwegs.

Neuer Ballsaal am Weißen Haus könnte Grund für Zwischenfall mit Trumps Helikopter und Embraer E170 sein

Drink im Flugzeug: Vor Abflug bleibt in den USA dafür weniger Zeit.

Warum Premium-Reisende ihren Aperitif in den USA künftig früher abgeben müssen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack