United AirlinesPilot schlichtet politischen Streit unter Passagieren

Die Stimmung in den USA ist seit der Wahl von Donald Trump angespannt. Das zeigte sich auch auf einem Flug von United Airlines. Der Pilot bekam die Situation vorbildlich unter Kontrolle.

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Die Wahl Donald Trumps zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten hat Millionen Menschen in den USA aufgewühlt – und viele von ihnen zur Verzweiflung getrieben. In allen großen Städten des Landes kam es zu Protesten, einige eskalierten. Dabei nahm auch die Zahl rassistisch motivierter Übergriffe zu.

Eine politisch motivierte Auseinandersetzung gab es auch auf einem United-Airlines-Flug, der vergangene Woche von San Francisco nach Puerto Vallarta in Mexiko führte. Der Pilot wurde in der Folge ungewollt zum Helden der Passagiere und von Internetnutzern in den USA. Was genau in den Streit gesagt wurde, ist nicht bestätigt. Bei Twitter berichten Passagiere davon, dass ein weißer Trump-Fan eine afroamerikanische Mitpassagierin beleidigt haben soll und diese darauf in Tränen ausgebrochen sei.

«Sich gegenseitig respektieren»

Die Fluggesellschaft bestätigt lediglich, dass es an Bord «einen Zwischenfall» gegeben habe, über den man den Piloten unterrichtet habe. Dass der Streit aber irgendetwas mit Politik mit Politik zu tun hatte, zeigt die Reaktion des Piloten. Über die Sprechanlage erinnert er die Passagiere zunächst daran, dass sie alle für längere Zeit zusammen «in einer Metallröhre in 40.000 Fuß Höhe» sein werden. Er verstehe, dass jeder seine eigene Meinung habe. «Wenn Sie ihn unterstützen, ist das toll. Wenn nicht, verstehe ich das», so der Kapitän weiter – und spielt damit offensichtlich auf Donald Trump an.

Aber man sei nun für drei Stunden und 13 Minuten gemeinsam in diesem Flugzeug. «Und ich bitte Sie alle darum, gesunden Menschenverstand zu beweisen und sich gegenseitig zu respektieren, damit wir nach unserer Ankunft eine gute Zeit in Puerto Vallarta haben können.» Jetzt sei nicht der Zeitpunkt für solche Diskussionen und man solle warten, bis die Stimmung etwas heruntergekocht sei, fügt der Pilot an – und dann wird er deutlich. «Falls noch irgendjemand hier vorhat, sich zu streiten oder politische Brandreden zu halten – morgen geht auch noch ein Flug, den können Sie gerne nehmen. Auf dem heutigen Flug wird er oder sie nicht sein.»

Kapitän schafft Ruhe

Dieses Statement brachte dem Kapitän von den Passagieren eine Runde Applaus ein. Er schaffte es offenbar, die Stimmung zu beruhigen. Wie United Airlines mitteilt, verlief der Flug ohne weitere Zwischenfälle.

Sehen Sie die ganze Ansage des Piloten oben im Video.

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