Embraer E170 von:

People‘s ViennalineAktion mit selbst bestimmtem Preis artet aus

People‘s Viennaline sorgte mit der Aktion für Aufsehen, dass Passagiere den Ticketpreis selber bestimmen konnten. Doch nun wurde sie eingestellt, weil Studenten sie missbraucht haben.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Bei People‘s Viennaline glaubte man an das Gute im Menschen. Die österreichisch-schweizerische Regionalairline startete im Mai eine Aktion, bei der Reisende auf bestimmten Flügen kurzfristig den Preis selber bestimmen konnten. Eine Mindestvorgabe gab es nicht. «Wir sind überzeugt, dass der menschliche Sinn für uneigennütziges Handeln [...] lediglich verschüttet wurde. Muss der Kunde selber über den Wert einer Leistung nachdenken, wird diese Eigenschaft reaktiviert», prophezeit Geschäftsführer Daniel Steffen.

Zuerst lief es auch gut. Im Juni und Juli hätten rund 1000 Fluggäste von der Aktion profitiert, so People‘s Viennaline. Sie zahlten Preise zwischen 1 Euro und über 200 Euro pro Strecke. Der Durchschnittspreis habe bei 85 Euro auf der Strecke Altenrhein – Wien und bei 78 Euro für Wien – Altenrhein gelegen. Das sei «deutlich über den Erwartungen» so die Fluggesellschaft. Doch dann wendete sich das Blatt.

Neukunden gewonnen

Mit Beginn der Semesterferien habe sich die Aktion zu einem «anscheinend organisierten Studentenspaß» entwickelt. Zum Teil seien die jungen Leute mit einer «aggressiven Forderungshaltung gegenüber den Mitarbeitenden für 10 Cent bis 1 Euro» geflogen. «Deshalb stellen wir die Aktion per 12. August ein», so Geschäftsführer Daniel Steffen in einer Medienmitteilung. Immerhin habe die Aktion People’s Viennaline aber Neukunden aus dem Großraum Wien sowie Zürich gebracht und international für ein grosses Medienecho gesorgt. Ganz ausschließen will man eine Wiederholung der Aktion denn auch noch nicht.

People’s Viennaline ist die Fluggesellschaft des Flughafens St. Gallen Altenrhein. Sie betreibt mit einer Embraer E170 vor allem die Strecke nach Wien, expandiert aber in letzter Zeit zunehmend auch mit weiteren Destinationen, die für Reisebüros angeflogen werden, aber teilweise auch direkt buchbar sind. Kürzlich gab sie zudem bekannt, künftig von Altenrhein via Friedrichshafen nach Köln fliegen zu wollen.

Mehr zum Thema

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies