Toiletten-SelfiesPassagiere machen sich über Mini-Klos lustig

Wenn mehr Sitze ins Flugzeug kommen, fehlt der Platz anderswo. Das führt zu lustigen Social-Media-Beiträgen.

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Luftfahrt

Mehr Sitzplätze pro Flieger bedeuten für Airlines mehr Geld - wenn sie die Plätze denn füllen können. Kein Wunder also, dass die Flugzeugbauer immer neue Möglichkeiten ersinnen, um möglichst viele Reisende in einen Jet zu packen. Der Platz geht dann natürlich oft auf Kosten anderer Dinge, auch wenn mehr Sitze inzwischen teils auch durch neues, schmaleres Design möglich sind.

Bei Boeings neuer 737 Max etwa sind in vielen Fällen die Toiletten geschrumpft, um mehr Platz für Sitze zu schaffen. Bei American Airlines etwa sind die Toiletten in den 737 Max rund 25 Zentimeter schmaler als in den älteren Flugzeugmodellen der 737-Familie. Das schafft zwar Platz für zwölf zusätzliche Passagiere - und soll laut American mehr als 400 Millionen Dollar an zusätzlichen Umsatz pro Jahr schaffen. Doch Passagiere haben mit den kleinen Klo-Räumen manchmal zu kämpfen.

Große Menschen haben es schwer

Vor allem größere und breitere Passagiere beschweren sich in den Sozialen Medien darüber, dass sie Schwierigkeiten haben, in den WC-Raum einzutreten oder sich die Hände zu waschen, ohne eine Überschwemmung zu verursachen. Unter Hashtags wie #airplanebathroom sammeln sich zunehmend Fotos großer Männer, die sich in die kleinen Räume zwängen.

Vertreter der Gewerkschaft der Flugbegleiter von American Airlines erklären gegenüber der britischen Zeitung The Sun, dass sie fürchten, dass sich aufgrund der kleineren Toiletten sogar die Fälle aggressiver Passagiere mehren. Der Grund: Die Toiletten würden dazu beitragen, dass sich die Passagiere an Bord immer weniger wohl fühlen.

Eine Gruppe von Flugbegleitern von American hatte sich schon im Januar mit dem Vorstandsvorsitzenden Doug Parker getroffen und Probleme mit den 737-Max-Toiletten angesprochen. Punkt eins der Klagen war dabei, dass Platz und Waschbecken so knapp bemessen sind, dass man sich beim Händewaschen fast zwangsläufig mit Wasser vollspritzt. Ein Sprecher der Fluglinie sagte später, man habe mittlerweile den Wasserfluss so heruntergeregelt, dass das Problem mit den Waschbecken behoben sei.

Doch nicht nur bei Boeings 737 Max kommt es wegen der gestiegenen Anzahl von Sitzen zu Gedränge an anderen Orten. In Airbus‘ Konkurrenzmodell A320 Neo etwa haben sich immer wieder Crews beschwert, dass sie in den Galleys zu wenig Platz haben, um ihre Arbeit effizient zu erledigen.

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