Flieger von Contact Air: Nun im Besitz von OLT Express.

OLT rettet Contact Air

Die Bremer Fluglinie kauft die angeschlagene Stuttgarter Konkurrentin. Und will nun noch mehr Gas geben.

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Im zweiten Anlauf klappte es. Nachdem im Mai die Übernahmeverhandlungen mit Cirrus am Risiko von Klagen durch ehemalige Mitarbeitende gescheitert waren, nahm OLT Express umgehend Gespräche mit Contact Air auf. Diese führten nun zum Ziel. Die aufstrebende Bremer Fluggesellschaft kauft die angeschlagene Stuttgarter Konkurrentin, wie das Unternehmen gegenüber Radio Bremen bestätigte. Für OLT kommt der Schritt einem regelrechten Wachstumsschub gleich. Mit der Übernahme des Flugbetriebs von Contact in Stuttgart und der Technik in Saarbrücken wächst die Zahl der Mitarbeitenden auf einen Schlag von 200 auf rund 500 Beschäftigte.

Nicht nur der Personalbestand klettert kräftig. Auch die Flotte wird mehr als verdoppelt. Statt sieben besitzt OLT künftig 15 Flugzeuge. OLT setzte bislang auf Maschinen des Typs Fokker 100 (zwei Stück), Saab 2000 (vier Stück) und Saab 340 (ein Stück). Nun kommen von Contact acht weitere Fokker 100 hinzu. «Wir werden die Entwicklung, die wir hier begonnen haben, weiter fortsetzen», sagte OLT-Geschäftsführer Joachim Klein zu Radio Bremen. Man wolle das Streckennetz nun schnell ausbauen. Im Gespräch sei unter anderen eine Verbindung von Bremen nach Wien.

Vertrag verloren

Für Contact ist OLT ein Retter in der Not. Die Stuttgarter flogen bislang überwiegend für die Lufthansa. Doch die deutsche Airline kündigte den Vertrag auf den Winterflugplan 2012/13. Sie hat keinen Bedarf mehr für die sechs Fokker 100, mit welchem Contact unter der Marke Lufthansa Regional Flüge absolvierte. Das brachte Contact arg in Bedrängnis. Mit einem neuen Besitzer sind diese Probleme vorerst gelöst.

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