Fokker 100 der Slowakei. Zwei ...

In der Slowakei und FrankreichNur noch zwei Fokker 100 sind in Europa unterwegs - und auch das nur sporadisch

Das slowakische Innenministerium hat dieser Tage eine ihrer beiden VIP-Fokker 100 ausgemustert. Das Flugzeug ist in Europa mittlerweile eine Seltenheit.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nachdem sich die rumänische Carpatair und die kroatische Trade Air gegen Ende 2023 von ihren letzten Fokker 100 im Passagierverkehr verabschiedet hatten, blieben von den einst 283 gebauten Mittelstreckenjets gerade einmal drei fliegende Exemplare in Europa erhalten. Neben einer Fokker 100, die für Abteilung Flugerprobung der französischen Generaldirektion für Rüstung (DGA) zu Testzwecken eingesetzt wird, standen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava zwei VIP-Fokker für das Innenministerium im Einsatz.

Die gerade einmal 5,42 Millionen Einwohner zählende Slowakei lebte in den letzten Jahren auf großem Fuß, was den Betrieb von Regierungsflugzeugen betraf. Gleich vier VIP- Regierungsflugzeuge standen den Regierungsvertretern für ihre Reisen zur Verfügung: Zwei Airbus A319-100 mit den Kennzeichen OM-BYA und -BYK sowie zwei Fokker 100 mit den Registrierungen OM-BYB und -BYC.

Nach 33.000 Flugstunden in Rente

Die ältere der beiden Maschinen ist jetzt in Rente gegangen. Dafür erhielt die OM-BYC auch noch einen Abschiedsflug. Nach fast 33.000 Flugstunden und rund 22.800 Flugzyklen hieß es am 11. Februar endgültig Abschied nehmen vom Fokker-Jet, der im Dezember 1991 als N1410E an American Airlines ausgeliefert wurde war und rund dreizehn Jahre lang im Liniendienst im Einsatz stand.

Die Fokker 100 war 33.000 Stunden im Einsatz. (Bild: Peter Marianic)

Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Mojave-Wüste wurde die Fokker mit der Seriennummer 11368 im Spätsommer 2004 nach Kanada überstellt und flog kurze Zeit als C-GKZL für Jetsgo. Nach dem überraschenden Ende der kanadischen Billigfluglinie mit Sitz in Montreal wurde die Maschine als OE-IID im Februar 2006 in das österreichische Luftfahrtregister eingetragen.

Als VIP-Jet in Österreich im Einsatz

Nach einem aufwendigen VIP-Umbau setzte das österreichische Bedarfsflugunternehmen International Jet Management die Maschine als VIP-Flugzeug ein, bis die Fokker im Herbst 2016 an die slowakische Regierung verkauft wurde. Während die letzte verbleibende Regierungsfokker noch weiter sporadisch auf Flügen zum Einsatz kommen soll, ist die ältere der beiden Maschinen mit ihrem Alter von 33,5 Jahren am Ende ihrer Lebensdauer angekommen, wie ein Regierungssprecher verkündete.

Nach dem erfolgten Abschiedsflug wird die Maschine als Ersatzteilspender für die verbliebene Maschine verwendet. Wie der Sprecher des slowakischen Innenministeriums bestätigt, soll zukünftig die Regierungsflotte verkleinert werden, um Kosten einzusparen.

Zwei neue Bombardier-Jets gekauft

Was das Thema Kosteneinsparungen betrifft, so dürfte man sich in der slowakischen Regierung, die aus einer uneinigen Dreier-Koalition besteht, doch nicht ganz so einig sein. Medienberichten zufolge wurden kurz vor Jahreswechsel zwei gebrauchte Bombardier Global Jet 5000 im Gesamtwert von etwa 48 Millionen Dollar vom slowakischen Verteidigungsministerium erworben, um zukünftig parallel zum Innenministerium Regierungsflüge durchzuführen.

Bei den Flugzeugen handelt es sich um jeweils einen 12 und 13 Jahre alten Global Jet 5000, die früher die Kennzeichen C-FDIL und 9H-AVA trugen. Bisher standen sie rund 2500 Flugstunden im Einsatz. Nach einer technischen Überholung sollen die beiden Maschinen noch im zweiten Halbjahr 2025 nach Bratislava überstellt werden.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die Fokker 100. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Fokker 100 von Air Niugini: Ersatz für die alternde Flotte gefunden.

Air Niugini ersetzt ihre Fokker-Oldies mit Airbus A220

Eine Fokker 50 von Amapola Flyg. Die schwedische Fluggesellschaft besitzt 20 Exemplare des Turbopropfliegers.

Das Erfolgsgeheimnis heißt Fokker 50

Die ehemalige Fokker 28 Flotte von Canadian Regional am Flughafen Saskatoon: Die Flugzeuge wurden zerlegt.

Eine ganze Flotte Fokker F28 verrottete 20 Jahre in Kanada – jetzt kommt der Schredder

ticker-qantas

Qantas ersetzt ihre Fokker 100 durch Embraer E190

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies