TSA-Beamtin: Sie schaut Pulver ganz genau an.

HandgepäckNun werden auch Puder genau geprüft

Proteinpulver, Babypuder oder Gewürze im Handgepäck werden bei Flügen in die USA künftig genauer überprüft. Ist die Substanz nicht definierbar, wird sie vernichtet.

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Sie bekamen den Übernamen Barbie-Bomber. Zwei australisch-libanesische Brüder versuchten letzten Sommer in Sydney selbst gebaute Bomben an Bord eines Fluges von Etihad Airways nach Abu Dhabi zu schmuggeln und detonieren. Der Sprengstoff war in Pulverform in einer Puppe und in einem Fleischwolf versteckt. Der Plan ging schief. Die beiden Männer wurden verhaftet.

Trotzdem hat ihr Tun Auswirkungen auf Passagiere. Die vereitelte Tat ist neben anderen Gründen Auslöser für eine Verschärfung der Vorschriften zur Mitnahme von Substanzen in Pulverform im Handgepäck, welche die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde am Mittwoch (20. Juni) bekanntgegeben hat. In den USA wurde die Maßnahme bereits letztes Jahr umgesetzt. Ab dem 30. Juni gilt sie auch für internationale Flüge in die USA.

Pulver ins Aufgabegepäck

Wer künftig in die USA fliegt und Babypuder, Proteinpulver, Gewürze oder ähnliches in seiner Tasche mitführt, muss sich auf vertiefte Kontrollen einstellen, heißt es in der Ankündigung der Transportation Security Administration TSA. Dabei geht es um Gefäße mit Puder mit einer Größe von mehr als 12 Flüssigunzen (rund 3,5 Deziliter). Die Behörde rät Passagieren deshalb, Pulver ins Aufgabegepäck zu packen.

Können die Beamten bei der Sicherheitskontrolle die Substanz nicht erkennen, werde sie vernichtet, so die TSA. Man habe «die internationalen Partner informiert, damit sichergestellt ist, dass auch die Startflughäfen die Vorschriften umsetzen - als Teil unserer Bemühungen, die globale Luftfahrtsicherheit zu erhöhen», erklärt sie weiter. Die Regel gilt daher – wie die vergangenes Jahr eingeführte neue Regelung für Elektronik im Handgepäck - auch für alle USA-Flüge ab Flughäfen in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

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