Es war ein bisher einmaliger Gast in den USA: Ein Airbus A321XLR mit dem Kennzeichen G-XLRD landete am 7. November am Flughafen Washington Dulles. An Bord befand sich der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der mit einer Delegation zu einem Staatsbesuch bei US-Präsident Donald Trump reiste. Das Flugzeug gehörte der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air.
Doch bei dem einen Besuch soll es nicht bleiben: Wizz Air hat am 23. Januar 2026 beim US-Verkehrsministerium (DOT) beantragt, künftig Linien- und Charterflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten anbieten zu dürfen. Der Antrag umfasst geplante und Charterflüge für Personen, Fracht und Post zwischen dem UK und den USA sowie Charterflüge für Fracht zwischen beliebigen Punkten innerhalb der USA und anderen internationalen Zielen.
Start so schnell wie möglich
Und Wizz Air macht Druck. In dem Antrag bittet die Airline um eine beschleunigte Prüfung und Bearbeitung dieses Antrags, damit die geplanten Dienste so bald wie möglich aufgenommen werden können. Als rechtliche Basis wird das Open Skies-Abkommen herangezogen. Zudem wird betont, dass William Franke, Vorsitzender von Indigo Partners, der Muttergesellschaft von Wizz Air, US-amerikanischer Staatsbürger ist.
Der Antrag von Wizz Air UK ist umfassend und betont die betriebliche, finanzielle und regulatorische Bereitschaft der Airline, transatlantische Flüge aufzunehmen. Laut eigenen Angaben besteht die Flotte von Wizz Air UK - die Tochter soll die Flüge durchführen - aus 18 Airbus A321 Neo und drei Airbus A321 XLR. Die sollen in sieben bis acht Stunden in die USA fliegen.
Airbus A321 XLR für Flüge von sieben bis acht Stunden vom Vereinigten Königreich
Zweiter Versuch für US-Flüge
Es ist nicht das erste Mal, dass Wizz Air die USA im Visier hat. Schon im Januar 2022 stellte Wizz Air einen Antrag für Frachtflüge in die USA. Damals lehnte das US-Verkehrsministerium den Antrag ab. Begründung: Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA habe mitgeteilt, dass sie «zum jetzigen Zeitpunkt nicht entscheiden könne, ob die Sicherheitsaufsicht über Wizz Air ausreichend sei».
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