<p>Günstig tanken: Damit ist es für Fluggesellschaften erstmal vorbei.</p>

Kerosinpreis steigtNun droht der Treibstoff-Hammer

Der Ölpreis ist in den letzten Wochen rasant angestiegen. Das dürfte noch einige Fluggesellschaften in Bedrängnis bringen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

38,6 Milliarden Dollar - so hoch könnte der kumulierte Gewinn aller Fluggesellschaften der Welt dieses Jahr ausfallen. So prognostizierten es zumindest die Experten der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata letzten Dezember. Doch seither hat sich die Ausgangslage für die Branche grundlegend verändert.

Ihrer Voraussage legten die Iata-Ökonomen einen Ölpreis von 60 Dollar zugrunde. Inzwischen kostet ein Fass der Nordsee-Sorte Brent aber wieder über 75 Dollar. Alleine seit Anfang dieses Jahres wurde der Rohstoff damit fast ein Fünftel teurer. Der Anstieg wird getrieben von der politischen Unsicherheit im Nahen Osten und in Venezuela, wo wichtige Produzenten sitzen. Hinzu kommt eine gestiegene Nachfrage und eine Produktionskürzung vieler Förderländer.

«Den Winter kaum überleben»

Bleibt der Preis auf diesem Niveau oder steigt er noch höher, könnte das die gesamten Gewinne der Branche für 2018 ausradieren, glauben Analysten. Ryanair-Chef Michael O'Leary glaubt denn auch - und er ist nicht alleine - dass bei anhaltend hohem Ölpreis diverse Fluggesellschaften aufgeben müssen. «Einige Airlines, die bei 40 Dollar schon nicht mit Gewinn arbeiten konnten, werden wohl bei anhaltend hohen Preisen den Winter kaum überleben», so der Manager.

Ein hoher Ölpreis hat gleich in zweifacher Hinsicht negative Auswirkungen auf die Fluggesellschaften. Zum einen steigen ihre Treibstoffausgaben markant an. Ein Vergleich mit der Periode von 2003 bis 2008 zeigt, wie einschneidend das sein kann. Damals stieg der Ölpreis von 34 auf 125 Dollar pro Fass. Das hatte gemäß einer Analyse der Iata zur Folge, dass der Anteil der Treibstoffkosten an den Gesamtkosten der Airlines von 14 Prozent auf 33 Prozent kletterte.

Gefahr einer Abkühlung

Doch der Ölpreis hat auch Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Investmentbanker der UBS glauben, dass der Preis noch höher klettern könnte. Erreicht er die Marke von 100 Dollar, könnte das ihrer Ansicht nach gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben. «Fünf von sechs Rezessionen in den USA wurden in der Vergangenheit durch einen raschen Ölpreisanstieg ausgelöst», schreiben sie in einer Analyse.

Öl (Brent) Quotes by TradingView

Mehr zum Thema

Kerosinkrise: Nicht so schlimm wie befürchtet, aber weiterhin virulent.

Europas Kerosinkrise: Warum der Engpass bisher ausblieb – und das Risiko bleibt

ticker-fuel-kerosin-saf-treibstoff-2

Lettisches Unternehmen plant erste europäische Anlage für vollständig fossilfreien Flugtreibstoff

ticker-fuel-kerosin-saf-treibstoff-2

EU prüft Einsatz von Jet A statt Jet A-1 bei möglichen Kerosinengpässen

ticker-lufthansa

Lufthansa-Chef: «Bekommen von ersten Flughäfen in Asien Signale, dass Kerosin knapp wird»

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack