<p>Günstig tanken: Damit ist es für Fluggesellschaften erstmal vorbei.</p>

Kerosinpreis steigtNun droht der Treibstoff-Hammer

Der Ölpreis ist in den letzten Wochen rasant angestiegen. Das dürfte noch einige Fluggesellschaften in Bedrängnis bringen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

38,6 Milliarden Dollar - so hoch könnte der kumulierte Gewinn aller Fluggesellschaften der Welt dieses Jahr ausfallen. So prognostizierten es zumindest die Experten der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata letzten Dezember. Doch seither hat sich die Ausgangslage für die Branche grundlegend verändert.

Ihrer Voraussage legten die Iata-Ökonomen einen Ölpreis von 60 Dollar zugrunde. Inzwischen kostet ein Fass der Nordsee-Sorte Brent aber wieder über 75 Dollar. Alleine seit Anfang dieses Jahres wurde der Rohstoff damit fast ein Fünftel teurer. Der Anstieg wird getrieben von der politischen Unsicherheit im Nahen Osten und in Venezuela, wo wichtige Produzenten sitzen. Hinzu kommt eine gestiegene Nachfrage und eine Produktionskürzung vieler Förderländer.

«Den Winter kaum überleben»

Bleibt der Preis auf diesem Niveau oder steigt er noch höher, könnte das die gesamten Gewinne der Branche für 2018 ausradieren, glauben Analysten. Ryanair-Chef Michael O'Leary glaubt denn auch - und er ist nicht alleine - dass bei anhaltend hohem Ölpreis diverse Fluggesellschaften aufgeben müssen. «Einige Airlines, die bei 40 Dollar schon nicht mit Gewinn arbeiten konnten, werden wohl bei anhaltend hohen Preisen den Winter kaum überleben», so der Manager.

Ein hoher Ölpreis hat gleich in zweifacher Hinsicht negative Auswirkungen auf die Fluggesellschaften. Zum einen steigen ihre Treibstoffausgaben markant an. Ein Vergleich mit der Periode von 2003 bis 2008 zeigt, wie einschneidend das sein kann. Damals stieg der Ölpreis von 34 auf 125 Dollar pro Fass. Das hatte gemäß einer Analyse der Iata zur Folge, dass der Anteil der Treibstoffkosten an den Gesamtkosten der Airlines von 14 Prozent auf 33 Prozent kletterte.

Gefahr einer Abkühlung

Doch der Ölpreis hat auch Auswirkungen auf die Nachfrage. Die Investmentbanker der UBS glauben, dass der Preis noch höher klettern könnte. Erreicht er die Marke von 100 Dollar, könnte das ihrer Ansicht nach gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben. «Fünf von sechs Rezessionen in den USA wurden in der Vergangenheit durch einen raschen Ölpreisanstieg ausgelöst», schreiben sie in einer Analyse.

Öl (Brent) Quotes by TradingView

Mehr zum Thema

Der Flughafen in Havanna: Die kubanische Hauptstadt ist das Traumziel für die US-Fluggesellschaften.

Airlines können in Kuba kein Kerosin mehr tanken

seattle delta alaska

Pipeline-Leck mit unbekannter Ursache stellt Airlines in Seattle vor Herausforderungen

Flugzeug von American Eagle am Flughafen Dallas: Die Betankung ging schief.

Kerosin spritzt unkontrolliert unter Bombardier CRJ 900

eurowings hamburg tankfahrzeug

Kerosin-Lieferungen für Flughafen Hamburg sollen noch heute wieder anlaufen

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin