Boeing 737 von Flyr: Die Zukunft ist ungewiss.

Kein Geld gesammeltNorwegische Flyr steht vor dem Aus

Die Fluggesellschaft hätte dringend frisches Geld gebraucht, um zu überleben. Doch mit ihren Bemühungen scheiterte Flyr. Jetzt ist die Zukunft ungewiss.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Schon im November sah es nicht gut aus. Ein erster Versuch der kleinen norwegischen Airline Flyr, an frisches Geld zu kommen, war gescheitert. Dabei hatte sie zuvor gesagt, sie brauche die 430 Millionen Norwegischen Kronen (rund 41 Millionen Euro) zum Überleben. Durch eine erneute Privatplatzierung an der Börse wollte Flyr es noch einmal versuchen. Doch auch das misslang.

Wie die Fluggesellschaft auf ihrer Webseite mitteilt, hat sie die Börse von Oslo am Montagmorgen (30. Januar) informiert, dass der neue Finanzierungsplan nicht erfolgreich war. «Das Unternehmen befindet sich daher in einer ernsten finanziellen Lage, und der Vorstand wird prüfen, ob es Alternativen für die Fortführung des Betriebs gibt», heißt es weiter.

Noch junge Airline

Am Montag würden noch alle Flüge stattfinden, so die Airline weiter. Für Dienstag (31. Januar) seien keine Flüge geplant. Wie es danach weitergehe, werde man schnellstmöglich mitteilen. Die Airline entschuldigt sich bei den Reisenden für die Unsicherheit, welche die Situation verursache.

Flyr ist noch jung. Erst seit Juni 2021 fliegt die Airline überhaupt. Im dritten Quartal 2022 meldete sie einen Betriebsverlust von 231,7 Millionen Kronen bei einem Umsatz von 610,4 Millionen Kronen.

Kerosinpreis zu hoch

Die Airline leidet stark unter den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Weil sie zu klein ist, um beim Kerosinkauf Hedging zu betreiben – also Optionen auf Treibstoff zu kaufen -, muss sie zu tagesaktuellen Preisen tanken. Und das ist aktuell sehr teuer. Treibstoff macht bei vielen Airlines bis zu ein Drittel der Kosten aus.

Sollte Flyr es nicht schaffen, wäre es bereits die zweite Airline-Pleite des noch jungen Jahres. Am Wochenende hatte bereits die britische Flybe aufgegeben. Nach nur 290 Tagen scheiterte ihr Versuch, wieder abzuheben.

Mehr zum Thema

Jet von Flyr: Die Flotte besteht auf sechs Boeing 737-800 und sechs 737 Max 8.

Flyr bangt nach gescheiterter Finanzierung um ihre Zukunft

Flyr halbiert Flotte im Winter - Berlin bleibt im Flugplan

Flyr halbiert Flotte im Winter - Berlin bleibt im Flugplan

Flyr hat ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten

Flyr hat ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis erhalten

ticker air-india-neu

Air India erhöht Treibstoffzuschläge

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin