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Norwegian sucht verzweifelt Jets

Die norwegische Billigairline will weiter expandieren. Doch die Engpässe bei den Herstellern Airbus und Boeing behindern diese Pläne.

Boeing

Boeing B737 in den Farben von Norwegian: Mangel an Jets.

Die Pläne sind nicht gerade bescheiden. In den nächsten Wochen wird Norwegian zwei neue Basen offiziell eröffnen – London Gatwick und Alicante. Sie ergänzen die traditionellen nordischen Hauptoperationsorte Bergen, Göteborg, Helsinki, Kopenhagen, Oslo, Stavanger und Stockholm. «Der Schritt wird ein Erfolg», sagte Vorstandsvorsitzender Bjørn Kjos vergangenen Donnerstag (18. April) vor den Medien. Das Potenzial für Mehrverkehr sei riesig. Dieses Jahr soll nun auch noch Teneriffa als neue Basis dazukommen. Bis Ende des Jahres will die norwegische Billigairline entsprechend die Flotte von derzeit 71 Flugzeugen auf 84 erhöhen. Und für die kommenden Jahre soll das Tempo noch viel höher sein.

222 Jets orderte die Fluglinie vergangenes Jahr bei Airbus und Boeing – A320neo und B737-800 und B7373MAX8. Norwegian wartet daneben auch noch auf acht Dreamliner. Mit dem neuen Flieger von Boeing will die Airline ihren Langstreckenbetrieb aufnehmen.

Ein Wettbewerbsvorteil

Doch das alles reicht den Verantwortlichen noch nicht. «Wir möchten noch mehr Flugzeuge. Aber das ist unmöglich», so Kjos gemäß der Nachrichtenagentur Reuters. Die Werke der Flugzeugbauer seien voll ausgelastet.

Er ist darum froh, letztes Jahr eine Großbestellung abgegeben zu haben. Wer nun noch ordern wolle, habe es schwerer, so Kjos. «Viele große amerikanische Fluglinien haben eine überalterte Flotte. Ich sehe nicht, wie sie die vor 2020 erneuern können» so der Norwegian-Chef. In seiner Bestellung sieht er denn auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz, die nun lange auf neue Jets warten muss.



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