Dreamliner von Norwegian: IAG hat weiter Interesse an der Billigairline.

London - SingapurNorwegian baut in Richtung Asien aus

Norwegian gibt auf der Langstrecke weiter Gas. Künftig fliegt die Billigairline ab London nach Singapur. Sie greift damit British Airways und Singapore Airlines an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lowcost auf der Langstrecke – das wurde lange Zeit als unmöglich angesehen. Nicht zuletzt nach Pleiten wie Laker Airways oder Oasis Hong Kong Airlines. Nun wollen es alle plötzlich doch können. Lufthansa pusht Eurowings, IAG gründete Level, Air France hat ähnliche Pläne und auch die isländische Wow Air baut kräftig aus. Norwegian lässt sich davon nicht beirren und versucht einfach schneller zu sein. Der neueste Schritt: Die Expansion nach Asien.

Die Billigfluggesellschaft kündigte am Donnerstag (20. April) an, ab Ende September von London nach Singapur zu fliegen. Auf der Strecke haben Passagiere bisher die Wahl zwischen British Airways und Singapore – beide fliegen ab dem Flughafen Heathrow. Norwegian wird vier Mal in der Woche ab Gatwick in den Stadtstaat fliegen. Sie bietet die Flüge mit einer Boeing 787-9 Dreamliner an. British Airways und Singapore fliegen jeweils zwei Mal am Tag.

Ab 180 Pfund pro Strecke

Norwegian kündigt an, dass die Tickets ab rund 180 Pfund (rund 220 Euro) pro Strecke zu haben sind. Die günstigsten Economy-Tickets bei British Airways starten bei rund 250 Pfund, bei Singapore ist es ähnlich, zeigt ein Blick auf die Buchungsplattformen der einzelnen Airlines. Im Gegensatz zu den traditionellen Konkurrenten serviert Norwegian bei den günstigsten Tarifen allerdings kein Essen und man muss sich entweder selbst etwas mitbringen oder es an Bord kaufen. Premium-Tickets kosten ab 699 Pfund.

Die Flüge ab Gatwick werden von Norwegian Air UK durchgeführt. Die Flugzeuge und Crews sind im Vereinigten Königreich stationiert. Auch für die EU hat Norwegian eine Lizenz – über die in Irland stationierte Tochter Norwegian Air International. Bisher fliegt Norwegian auf der Langstrecke aber hauptsächlich in die Vereinigten Staaten. Nur ab Kopenhagen, Oslo und Stockholm gibt es eine Verbindung nach Asien - die nach Bangkok. Von den Basen Barcelona, London und Paris werden nur USA-Flüge angeboten.

Start in Argentinien

Doch Airline-Chef Bjorn Kjos hat noch viel vor. So will er etwa noch in diesem Jahr in Argentinien starten. Dort habe man nun den Antrag auf eine Betriebslizenz gestellt, sagte er kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH. «Argentinien steht fast ganz ohne ein Angebot da. Daher sind wir sowohl an Inland- und Regionalflügen und auch an Langstrecke dorthin interessiert. In Chile sehe ich ähnliches Potenzial.»

Im Juli startet Norwegian zudem ein neues Projekt: Mit der Boeing 737 Max 8 geht es von Großbritannien und Irland aus in die USA. Mit dem Mittelstreckenflieger von Boeing fliegt Norwegian dann an Ziele im Großraum New York und Boston. Norwegian zielt mit dem Angebot nicht nur auf Reisende, die es eigentlich nach New York und Boston zieht. Die Airline erhofft sich auch Passagiere, die von den Regionalairports in den USA nach Europa in die Ferien fliegen. Die Fluggesellschaft betont, dass man etwa ab Providence eine ganze Reihe europäischer Metropolen mit der Boeing 737 Max erreichen kann.

Mehr zum Thema

Bjørn Kjos im Cockpit eines Dreamliners: «Am Ende sind es wirklich die neuen Flieger, die den Unterschied machen.»

«Wir sehen uns Frankfurt für Langstrecken an»

Boeing 737 Max von Norwegian: Mit ihr geht es in die USA.

Norwegian fliegt mit Boeing 737 Max in die USA

ticker-norwegian

Norwegian plant Stellenabbau am Flughafen Kopenhagen

ticker-norwegian

Skitourismus: Norwegian baut Flugangebot von Großbritannien nach Oslo aus

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack