A340-600 von Virgin Atlantic: Ausmusterung verschiebt sich.

Nach Zwischenfall über RomVirgins A340 bleiben länger in der Luft

Die Triebwerksexplosion eines Dreamliners von Norwegian über Rom sorgt bei Rolls-Royce für Verzögerungen. Virgin Atlantic mustert ihre Airbus A340 deshalb später aus.

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Bewohner der Gemeinde Fiumcino mussten im August bange Sekunden durchleben. Kurz nachdem Start am Römer Flughafen versagte bei einer Boeing 787 Dreamliner ein Triebwerk. Abgesprengte Teile des Motors fielen auf den Ort nieder und trafen Autos, Wohnungen und einen Bewohner - verletzt wurde niemand.

Während der Vorfall über Rom relativ glimpflich ausging, hat die Panne nun woanders Nachwirkungen. Eigentlich wollte Virgin Atlantic ihre letzten fünf Airbus A340-600 am 26. Oktober in Rente schicken. Doch nun wird die britische Fluglinie die Vierstrahler erst am 8. Dezember ausmustern.

Virgin Atlantic fehlen 787-Motoren

Der Grund dafür: Auch Virgin Atlantic gehört zu den Betreibern der Boeing 787. Diese ersetzen bei der britischen Fluglinie auch die Airbus A340. Doch die Dreamliner können derzeit nicht wie geplant eingesetzt werden, weil die Fluglinie zu wenig der Trent-1000-Triebwerke für ihre 787-9-Flotte hat, berichtet das Portal Flightglobal.

Einige der Motoren befinden sich bei Rolls-Royce und werden überholt. Wegen des Vorfalls mit der Boeing 787 von Norwegian befindet sich der Motorenbauer mit den Wartungsarbeiten jedoch vier bis fünf Wochen in Verzug. Die A340 sollen nun genau für diesen Zeitraum weiter im Dienst bleiben. Ein Sprecher von Virgin Atlantic sieht die verzögerte Ausmusterung der A340-600 positiv: «Es macht mir nichts aus, es ist mein Lieblingsflugzeug».

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