Pilot von United Airlines: Er erklärte das Wetter und scherzte.

Wunsch des ManagementsUnited Airlines wünscht sich mehr Pilotinnen und Piloten im Kontakt mit Passagieren

Ein Pilot erklärt vor dem Abflug persönlich das Wetter, macht einen Scherz über einen Flug nach Hawaii – und gewinnt damit einen treuen Kunden. Genau solche Begegnungen möchte United Airlines häufiger erleben.

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Eigentlich wollte der Kapitän von United Airlines seine Reisenden nur auf den Flug nach Washington einstimmen. Er verließ nach dem Boarding das Cockpit, erklärte die Wettersituation entlang der Strecke mit dem iPad in der Hand und lockerte die Stimmung anschließend mit einem Scherz auf. Man könne ja abstimmen, ob die Maschine statt nach Washington nicht lieber nach Hawaii fliegen solle. Für einen Fluggast blieb genau dieser kurze Moment stärker in Erinnerung als sein Upgrade in die Premiumklasse.

Laut dem Luftfahrtblog View from the Wing sieht United-Chef Scott Kirby genau in solchen Begegnungen großes Potenzial. Bei Besuchen an den Standorten soll er Pilotinnen und Piloten regelmäßig dazu ermutigen, vor dem Abflug oder während längerer Verspätungen häufiger mit Passagieren ins Gespräch zu kommen. Gerade Erklärungen aus erster Hand würden von Reisenden oft ganz anders aufgenommen als Durchsagen oder Informationen des Bodenpersonals.

Wenige Sekunden reichen, um den Flug besonders zu machen

Solche Begegnungen bleiben bislang allerdings die Ausnahme. Zusätzliche Gespräche gehören nicht zu den eigentlichen Aufgaben der Cockpitbesatzung, kosten Zeit und bergen das Risiko, dass unbedachte Aussagen in sozialen Medien landen. Dennoch sehen viele Airlines darin offenbar eine Chance, die Bindung ihrer Kunden mit vergleichsweise geringem Aufwand zu stärken. Denn manchmal reichen wenige Minuten persönlicher Kontakt, um aus einem gewöhnlichen Flug ein besonderes Erlebnis zu machen.

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