Pokhara: Die Stadt hat jetzt zwei Flughäfen.

Pokhara International AirportNoch ein neuer Flughafen für Nepal - und wieder keine Flüge

Zwei neue internationale Flughäfen in einem Jahr - und keiner will hin. Mit dem Problem hat derzeit Nepal zu kämpfen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wenn alle Bürgerinnen und Bürger einer Stadt den Tag frei bekommen, muss das einen speziellen Grund haben. Im Fall von Pokhara war das die Eröffnung des neuen internationalen Flughafens. Alle waren eingeladen, den Pokhara International Airport zu eröffnen - und tatsächlich erschienen die Menschen in Scharen.

Immerhin eröffnete der nepalesische Premierminister Pushpa Kamal Dahal den neuen Flughafen am 1. Januar auch höchstpersönlich. Sein Flug aus Kathmandu mit Buddha Air traf allerdings wegen schlechten Wetters verspätet ein.

Noch keine internationalen Flüge

Pokhara ist Ausgangsort für den Annapurna-Trek. Zudem liegt mit rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohnern idyllisch an einem See. So sind es denn auch ausländische Touristen, die man mit dem Flughafen in die Region zu holen hofft. Sie verfügt bereits über einen Inlandsflughafen, ab dem man etwa in rund einer Stunde in Nepals Hauptstadt Kathmandu fliegen kann.

Im Grunde ist auch der Pokhara International Airport weiterhin nicht wirklich international. Denn Flüge aus dem Ausland trafen am Eröffnungstag nicht ein. Und noch hat sich für den Flughafen keine Fluggesellschaft aus dem Ausland interessiert.

Fehlplanung in Bhairahawa

Das Ganze erinnert stark an den Gautam Buddha International Airport in Bhairahawa. Nicht einmal ein Jahr ist es her, dass dieser mit ähnlich viel Pomp eröffnet wurde. Doch seit der Eröffnung im Mai 2022 hat er mit Jazeera Airways nur eine internationale Fluggesellschaft anziehen können.

Ausgerechnet der Vorsitzende von Nepals Tourismusverband fand ziemlich deutliche Worte: «Wir haben bereits gesehen, dass eine große Eröffnungszeremonie nicht ausreicht, um einen kommerziell erfolgreichen Flughafen zu betreiben», so Dhananjay Regmi. «Wir müssen vorsichtig sein, dass Pokhara nicht dasselbe Schicksal ereilt wie Bhairahawa.

Keine Rechte für Überflug in Indien

Der Gautham Budda Airport hat allerdings auch noch ein anderes Problem, welches ihn nicht sonderlich attraktiv macht. Kritiker halten ihn für eine Fehlplanung. Denn er liegt nur knapp sechs Kilometer von der Grenze zu Indien entfernt. Und Nepal keine Rechte für An- und Abflüge über indischen Luftraum. Deshalb müssen internationale Flüge teure Umwege über den überfüllten Simara-Luftkorridor fliegen.

Mehr zum Thema

Gautam Buddha International Airport: Eröffnung am 16. Mai.

Nepal eröffnet neuen Flughafen - doch kaum jemand will hinfliegen

ATR von Buddha Air: Die Fluglinie will größere Flugzeuge.

Airbus und Boeing werben um Buddha Air

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier