Kind mit Spielzeug von Ukraine International: Unklare Besitzverhältnisse.

Wem gehört Ukraine International?

Die ukrainische Fluglinie wurde still und leise an eine Gesellschaft aus Zypern verkauft. Wer hinter der neuen Eigentümerin steckt, ist ein Rätsel.

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Die Meldung traf kurz vor Weihnachten ein. Und seither sorgt sie in Kiew für Stirnrunzeln. Die ukrainische Staatskommission für Wertschriften und Börse meldete damals, Ukraine International Airlines habe einen neuen Eigentümer. Die drei Aktionäre Capital Investment Project (51,64 Prozent, Sitz in Kiew), UIA Beteiligungsgesellschaft (15,91 Prozent, Wien) und UIA Holding (22,51 Prozent, Wien) hätten alle ihre Anteile verkauft. Neuer Alleinbesitzer ist gemäß der Behörde die zypriotische Gesellschaft Ontobet Promotions. Sie hält 25,83 Prozent der Aktien direkt und 74,16 Prozent über zwei ukrainische Untergesellschaften.

Doch wer hinter Ontobet Promotions steckt, ist völlig unklar. Nur so viel ist bekannt: Die Gesellschaft wurde erst am 6. Juli 2012 ins Handelsregister des Inselstaates eingetragen. Außer mit dem Kauf von Ukraine International taucht das Unternehmen im Internet kein einziges Mal auf. Zypern ist denn auch allgemein bekannt als Land, in dem Firmeninhaber höchste Geheimhaltung genießen. Zudem lagern auf den dortigen Banken Milliarden an Geldern aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion.

Vor zwei Jahren privatisiert

Ukraine International Airlines wurde 2011 ganz privatisiert. Gegründet worden war die Fluggesellschaft 1992. Damals flog sie mit zwei Fliegern. Heute betreibt sie eine Flotte von 21 Flugzeugen, davon sind 18 Boeing B737, drei Antonow An-148. Ukraine International fliegt 58 Destinationen in 29 Ländern an.

Ungeachtet der neuen Besitzverhältnisse baut die Airline derzeit ihr Netz aus. Ihr hilft dabei die Schwäche der Rivalin Aerosvit, gegen die vor kurzem ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Nun übernimmt Ukraine International von der Konkurrentin 21 Strecken, so etwa auch die von Kiew nach Larnaca, München oder Warschau. Ab Mai fliegt sie zudem neu nach Sotschi und Krasnodar.

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