Boeing 757: Dreamjet wählte sie als Modell aus.

Business-Tickets 50 Prozent billiger

Dreamjet will schon bald reine Business-Class-Flüge von Europa in die USA anbieten. Der Clou: Die Tickets sollen massiv billiger sein als bei der Konkurrenz.

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Frantz Yvelin wählt gerne bildhafte Sprache. «Heute hat man die Wahl zwischen körperlichen Schmerzen und finanziellen Schmerzen», sagt der Mitgründer von Dreamjet. Das will er ändern. Denn der Franzose arbeitet an einem ungewöhnlichen Projekt. Dreamjet soll eine Billigairline für Geschäftsleute werden, wie er nun erstmals verriet. «Wir wollen die Business Class demokratisieren», erklärte er in einem Interview mit dem Radiosender RTL. Heute sei die zweite Buchungsklasse einfach sehr teuer.

Schon länger war bekannt, dass Yvelin mit Dreamjet an den Start geht. Auch das Grundkonzept kannte man seit einigen Wochen. Die Fluggesellschaft wird mit einer Boeing 757-200 in reiner Business-Konfiguration von Paris aus nach Newark fliegen. Mit den neuesten Ankündigungen ist aber klar, dass Dreamjet nicht einfach eine weitere Anbieterin von reinen Businessflügen über den Nordatlantik sein wird, sondern eine Preisbrecherin. «Unsere Preise werden 30 bis 50 Prozent unter denen der Rivalen liegen», so Yvelin.

Eine Art Ryanair für die Business Class

Das Geschäftsmodell mit Business-Only-Flügen an sich ist nicht neu. Doch selten waren unabhängige Fluglinien damit erfolgreich. Silverjet, Eos und Maxjet hatten es alle mit Business-Transatlantikflügen von London aus versucht und mussten die Segel streichen. Erfolg hatte dagegen L' Avion. Die französische Fluglinie bediente die Route von Paris Orly nach New York und wurde schließlich von British Airways aufgekauft. Heute bietet sie unter dem Namen Open Skies bis zu drei Flüge täglich zwischen Paris und New York an. Gründer von L'Avion war auch Yvelin.

Mit Dreamjet will er es nun nochmals wissen. Und er weiß, wo er die bestehenden Anbieter am besten angreifen kann, die mit einem weltweiten Netz von Anschlussflügen und Meilengutschriften bei der Kundschaft punkten. Dreamjet möchte den Platzhirschen mit tiefen Preisen Kunden abluchsen. Im Grunde soll Dreamjet wie eine Art Ryanair für die Business Class sein. Der Grundpreis ist billig, aber der Passagier zahlt für Extras.

Schon weitere Routen im Visier

Bei den Flügen von Paris nach New York soll es denn auch nicht bleiben. In Dokumenten, welche Dreamjet dem US-Transportministerium einreichte, wird von Verbindungen zwischen den USA und weiteren europäischen Städten gesprochen, wie CH Aviation meldet. Der Betrieb soll noch 2014 starten.

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