Airbus A330 Neo: Einer von zwei Flugzeugtypen, die sich Air Premia ansieht.

Air PremiaNeue Airline will von Korea nach München fliegen

In Südkorea entsteht eine neue Fluglinie für Mittel- und Langstreckenrouten. Der Chef von Air Premia verspricht günstige Preise und trotzdem viel Beinfreiheit.

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Kim Jong-Cheol hat eine neue Herausforderung: Der ehemalige Chef des südkoreanischen Billigfliegers Jeju Air baut eine neue Fluglinie auf. Das Start-up namens Air Premia existiert seit Sommer 2017 und will Ende 2019 erstmals Passagiere in die Luft schicken.

Eine Gruppe von südkoreanischen und amerikanischen Investoren um die Firmen Fast Investment und DS Asset Management hat nun angekündigt, 10,5 Milliarden Won (rund 8 Millionen Euro) zu investieren, und sich dafür etwa 20 Prozent an der Airline zu sichern, wie koreanische Medien berichten. Insgesamt hoffe Air Premia auf 80 bis 100 Milliarden Won.

35 Zoll Sitzabstand in der Economy

Air Premia will sich auf Mittel- und Langstrecke fokussieren und komfortable Sitze zu Billigpreisen bieten, hatte Kim im Mai angekündigt. Als Flugzeuge kommen für ihn Boeing 787-9 oder Airbus A330 Neo in Frage. Geplant ist eine Aufteilung in zwei Klassen: Die Sitze in der Premium Economy sollen einen großzügigen Abstand von 42 Zoll oder knapp 107 Zentimetern haben, die Plätze in der Economy 35 Zoll oder knapp 89 Zentimetern.

Kim plant laut der Nachrichtenagentur Yonhap auf der Mittelstrecke mit Destinationen wie Singapur oder Ho-Chi-Minh-Stadt und auf der Langstrecke mit Zielen wie San Francisco oder München. Zurzeit arbeitet das Start-up daran, notwendige Lizenzen zu erhalten und die Finanzierung zu sichern. Gemäß Yonhap braucht eine neue Fluglinie mindestens 30 Milliarden Won Kapital und fünf Flugzeuge, damit die Behörden grünes Licht geben.

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