Cockpit einer Diamond DA62: Sitzen hier Risikoaffine?

StudieNeigen Führungskräfte mit Pilotenschein zu Steueroptimierung?

Eine Studie stellt einen Zusammenhang zwischen Pilotenlizenzen und Steuerpraktiken von Firmen her. Klingt komisch - doch die Verfasser sind überzeugt von ihrer These.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Unternehmen, die möglichst wenig Steuern zahlen wollen, sollten im Lebenslauf von Chefkandidatinnen und -kandidaten auf einen Punkt achten: Hat er oder sie eine Pilotenlizenz? Zumindest geht das aus einer Studie der australischen Deakin University hervor.

Sie hat Daten von amerikanischen Unternehmen, die im Index Standard & Poor's 1500 gelistet sind, mit der Lizenzdatenbank der Federal Aviation Administration abgeglichen. Die Annahme der Verfasserinnen und Verfasser der Studie: Risikoaffine Menschen neigen eher zur Steueroptimierung. Und Menschen, die einen Pilotenschein machen, so die Annahme, seien eher risikofreudig.

«Indikator für Risikobereitschaft»

Auch wenn sicherlich viele Menschen aus der Luftfahrtbranche dieser These widersprechen dürften, die Studie fand tatsächlich einen Zusammenhang. Sie ergab, dass Unternehmen, deren Chefs eine Pilotenlizenz haben, im Durchschnitt einen um 2,6 Prozent niedrigeren effektiven Steuersatz haben als die anderen. «Dieses Ergebnis lässt darauf schließen, dass ein durchschnittliches Unternehmen durch die Einstellung einer Pilotin oder eines Piloten jährlich 4,95 Millionen Dollar an Steuerzahlungen spart», heißt es.

Moderne Steuervermeidungspraktiken, so die Forschenden, «erfordern Kreativität, die Bereitschaft, neue und komplexe Strategien zu verfolgen, und eine hohe Risikotoleranz.» Leider könne man nicht herausfinden, wie viele Chefinnen und Chefs zum Beispiel Bungee Jumping betreiben. Aber - und auch hier dürften nicht alle Aviatiker zustimmen -  «wir glauben, dass das Fliegen von Leichtflugzeugen ein guter Indikator für die Risikobereitschaft ist.»

Faktor Persönlichkeit zählt

Die Verfasser halten die Studienergebnisse aber für robust. «Im Durchschnitt besaßen fünf bis sechs Prozent der Manager während des Untersuchungszeitraums (1992 bis 2018) eine Pilotenlizenz, was eine ausreichend große Gruppe für einen robusten Vergleich darstellt», schreiben sie. Die Ergebnisse ließen sich aufgrund der ähnlichen Kultur auch auf Europa übertragen.

Letztlich wolle man mit der Studie auch nur auf den Faktor Persönlichkeit aufmerksam machen. Dieser sei entscheidend dafür, wie jemand ein Unternehmen führt. Aber oft spiele er eine zu kleine Rolle.

Video

Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Jetblue führt eine neue Business-Class auf Inlandsflügen ein: Blue First soll noch 2026 starten.
Mit Blue First nähert sich die US-Airline immer mehr der Konkurrenz an. Die neue Kabine von Jetblue bietet eine Business Class im Inland mit breiten Sesseln, eigenem Cocktail-Menü und Bento-Box.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies