RusslandFlughafenmitarbeiter sollen zum Alkoholtest

Weil der Fahrer eines Räumfahrzeugs betrunken war, kam es im Jahr 2014 zu einem tödlichen Crash einer Dassault Falcon in Moskau. Die Ermittler fordern nun Konsequenzen.

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Es war ein Unfall, der große Aufmerksamkeit erregte  – mehr als vergleichbare Zwischenfälle. Am 20. Oktober 2014 kollidierte eine Dassault Falcon 50 EX beim Start in Moskau Vnukovo mit einem Schneepflug. Sie ging in Flammen auf. Bei dem Unfall starben alle Insassen – darunter auch ein Prominenter: Christophe de Margerie, Vorstandsvorsitzender des französischen Ölriesen Total.

Jetzt, etwar mehr als zwei Jahre nach dem Unfall, hat Russlands Interstate Aviation Committee IAC den Bericht zum Unglück veröffentlicht. Die Behörde fordert Konsequenzen. Wie sie laut dem Magazin Aviation Week erklärt, standen sowohl der Fahrer als auch der Koordinator der Schneeräumungsfahrzeuge am Flughafen zum Unfallzeitpunkt wohl unter Alkoholeinfluss.

Fahrer des Räumfahrzeugs wohl betrunken

Das Räumfahrzeug war auf die Startbahn gefahren und dort einfach stehen geblieben, als die Falcon gerade startete. Laut den Ermittlern soll der Fahrer wegen Alkoholkonsums die Kontrolle über die Situation verloren haben, auch die Aufsichtsperson bemerkte den Fehler nicht rechtzeitig. Der Fahrer des Räumfahrzeugs soll nach einem Standard-Medizincheck vor der Schicht Alkohol konsumiert haben.

Auch wenn es solche Checks gibt – speziell auf Alkoholmissbrauch werden Flughafenmitarbeiter in Russland derzeit laut dem Bericht nicht getestet. Das solle sich ändern, empfehlen die Experten. Sowohl vor als auch nach der Schicht solle es standardisierte Alkoholtests geben. Fällt einer positiv aus, soll es Sanktionen geben.

Auch Crew reagierte falsch

Auch wenn Alkoholmissbrauch am Flughafen ein schweres Vergehen ist – laut dem IAC hätte auch die Crew des Flugzeuges anders handeln sollen. Hätten die Piloten statt den Start fortzusetzen,abgebremst als sie das Fahrzeug sahen, dann wäre der Zwischenfall wohl glimpflicher verlaufen, so die Ermittler. Unijet Airlines, die Betreiberin des verunglückten Businessjets, müsse das Training ihrer Crews dementsprechend anpassen.

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