RusslandFlughafenmitarbeiter sollen zum Alkoholtest

Weil der Fahrer eines Räumfahrzeugs betrunken war, kam es im Jahr 2014 zu einem tödlichen Crash einer Dassault Falcon in Moskau. Die Ermittler fordern nun Konsequenzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ein Unfall, der große Aufmerksamkeit erregte  – mehr als vergleichbare Zwischenfälle. Am 20. Oktober 2014 kollidierte eine Dassault Falcon 50 EX beim Start in Moskau Vnukovo mit einem Schneepflug. Sie ging in Flammen auf. Bei dem Unfall starben alle Insassen – darunter auch ein Prominenter: Christophe de Margerie, Vorstandsvorsitzender des französischen Ölriesen Total.

Jetzt, etwar mehr als zwei Jahre nach dem Unfall, hat Russlands Interstate Aviation Committee IAC den Bericht zum Unglück veröffentlicht. Die Behörde fordert Konsequenzen. Wie sie laut dem Magazin Aviation Week erklärt, standen sowohl der Fahrer als auch der Koordinator der Schneeräumungsfahrzeuge am Flughafen zum Unfallzeitpunkt wohl unter Alkoholeinfluss.

Fahrer des Räumfahrzeugs wohl betrunken

Das Räumfahrzeug war auf die Startbahn gefahren und dort einfach stehen geblieben, als die Falcon gerade startete. Laut den Ermittlern soll der Fahrer wegen Alkoholkonsums die Kontrolle über die Situation verloren haben, auch die Aufsichtsperson bemerkte den Fehler nicht rechtzeitig. Der Fahrer des Räumfahrzeugs soll nach einem Standard-Medizincheck vor der Schicht Alkohol konsumiert haben.

Auch wenn es solche Checks gibt – speziell auf Alkoholmissbrauch werden Flughafenmitarbeiter in Russland derzeit laut dem Bericht nicht getestet. Das solle sich ändern, empfehlen die Experten. Sowohl vor als auch nach der Schicht solle es standardisierte Alkoholtests geben. Fällt einer positiv aus, soll es Sanktionen geben.

Auch Crew reagierte falsch

Auch wenn Alkoholmissbrauch am Flughafen ein schweres Vergehen ist – laut dem IAC hätte auch die Crew des Flugzeuges anders handeln sollen. Hätten die Piloten statt den Start fortzusetzen,abgebremst als sie das Fahrzeug sahen, dann wäre der Zwischenfall wohl glimpflicher verlaufen, so die Ermittler. Unijet Airlines, die Betreiberin des verunglückten Businessjets, müsse das Training ihrer Crews dementsprechend anpassen.

Mehr zum Thema

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack