Flughafen Bern: Künftig kleinere Brötchen.

Nach Skywork-GroundingFlughafen Bern stoppt Ausbaupläne und spart

Die Skywork-Pleite trifft den Flughafen Bern hart. Er reagiert nun mit einem Sparprogramm und überprüft die Strategie grundsätzlich.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Gleich 60 Prozent der Flüge und ein Drittel der Einnahmen verlor der Flughafen Bern am 29. August auf einen Schlag. Die heimische Skywork Airlines stellte damals den Flugbetrieb ein. Man sei davon überrascht worden, sagt Aufsichtsratspräsident  Beat Brechbühl jetzt. Denn die letzten Gespräche mit dem Management der Regionalairline hätten nicht auf eine «akute Grounding-Gefahr» hingedeutet.

Nachdem zuvor bereits andere Fluglinien am Airport der Schweizer Hauptstadt gescheitert sind, macht man sich in der Führung ganz offensichtlich keine Illusionen mehr. Mit dem Aus von Skywork sei «die Ära der Berner Homecarrier zu Ende gegangen», erklärt Brechbühl in einer Pressemitteilung vom Donnerstag (20. September) weiter.

Bescheidenere Ambitionen

Grundsätzlich gebe es zwar ein Marktpotenzial von mindestens einer Drehkreuz-Anbindung zum Beispiel nach München, meint er weiter. Sie müsse aber regelmäßig, zuverlässig und nachhaltig geflogen werden. Der Airport könne diese Strecke aber nicht finanzieren, das müsse allenfalls die öffentliche Hand tun, so Brechbühl.

Der Flughafen Bern will sich nun bis Ende des Jahres Zeit geben und dann entscheiden, wie es weitergeht. Wenn es bis dahin keinen Ersatz für die Linienflüge gebe, stelle man sich auf saisonale Ferienflüge, Businessflüge, diplomatischen und staatlichen Luftverkehr, Rettungsfliegerei sowie Ausbildungs- und Freizeitfliegerei ein - also ein bescheideneres Verkehrsaufkommen.

Jede neunte Stelle weg

Der Flughafen Bern verliert dadurch künftige Einnahmen. Wegen der Skywork-Pleite bleibt er aber auch auf nicht bezahlten Rechnungen in Millionenhöhe sitzen. Darauf reagiert er nun mit einem Sparprogramm. So baut er zehn von rund 90 Vollzeitstellen ab. Zugleich wurde ein Paket von weiteren Kostensenkungsmaßnahmen beschlossen.

Der Aufsichtsrat hat im Weiteren eine Sistierung aller größeren Investitionsprojekte beschlossen, so auch der vierten Ausbauetappe. Mit ihr sollten auf dem nördlichen Gelände ein Bereich für den Linien- und Charterverkehr sowie die Business Aviation entstehen und im Süden ein Bereich für die Privatfliegerei, Flüge für touristische und sportliche Zwecke, Arbeitsflüge, Schul- und Trainingsflüge, Werkflüge und Segelflüge. Zudem sollen neue Flugzeugabstellflächen von rund 23.000 Quadratmeter, neue Hallen, Büros, Werkstätten (36.000 Quadratmeter) und ein Triebwerkstandlaufplatz mit Schallschutzgebäude gebaut werden.

Mehr zum Thema

Flughafen Bern: Plötzlich ziemlich ruhig.

Flughafen Bern sucht Skywork-Ersatz

Saab 2000 von Skywork: Die Flieger bleiben am Boden.

Regionalairline Skywork ist pleite

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

ticker-skyguide

Skyguide: Entscheidung zum Leistungsplan der Schweizer Flugsicherung verzögert sich

Video

condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack
erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies