Boeing 787 für Lufthansa: So soll der Flieger aussehen.

Hinweise verdichten sichMuss Lufthansa noch länger auf ihre Boeing 787 warten?

Lufthansa hoffte, im ersten Quartal 2022 endlich ihre ersten Boeing 787 zu erhalten. Nun verdichten sich die Hinweis darauf, dass es nochmals deutlich später werden könnte.

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Offiziell äußert sich Boeing nicht dazu, wann die Auslieferungen der 787 Dreamliner wieder starten sollen. Im vergangenen November sagte ein Boeing-Kunde allerdings gegenüber dem Portal Leeham News, dass es vor April 2022 wohl nicht soweit sein werde. Seitdem ist der April in den Branchenspekulationen ein heißer Tipp als möglicher Termin.

Doch nun verdichten sich die Hinweise, dass der Flugzeugbauer nach einer Vielzahl von Produktionsproblemen noch länger brauchen könnte, um zurück in die Spur zu finden. So berichtete Anfang der Woche das Portal The Air Current unter Berufung auf einen «einflussreichen Kunden», Auslieferungen vor Juli 2022 seien unwahrscheinlich.

«Über weitere Verzögerungen informiert»

Und am Donnerstag (10. Februar) veröffentlichte Hawaiian Airlines ihre Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht für das Jahr 2021. Darin ist zu lesen: «Im Dezember 2021 wurden wir über weitere Lieferverzögerungen informiert, und wir haben uns bereit erklärt, die Auslieferung unserer ersten beiden Flugzeuge vom geplanten Liefertermin Ende 2022 auf die erste Hälfte des Jahres 2023 zu verschieben.» Die Fluggesellschaft aus Hawaii hat zehn Boeing 787-9 fest bestellt und hält außerdem Kaufrechte für weitere zehn.

All das sind auch keine guten Zeichen für Lufthansa. Konzernchef Carsten Spohr hatte im vergangenen November gesagt: «Die ersten Dreamliner werden aus meiner Sicht im ersten Quartal kommen.» Man hätte die Flieger gerne für den Sommer. «Dann brauchen wir sie.»

Lufthansa-Chef Spohr bewusst vorsichtig

Allerdings war der Lufthansa-Chef auch damals schon vorsichtig. «Wir alle wissen, Boeing hat da große Probleme mit der Auslieferung, die auch unsere Flugzeuge betreffen», sagte Spohr. «Da weiß keiner Genaues.» Nun, Mitte Februar, spricht wenig dafür, dass eine Auslieferung im ersten Quartal, also bis Ende März, noch gelingen wird.

Ein Sprecher sagte am Freitag (11. Februar) gegenüber aeroTELEGRAPH, vonseiten der Lufthansa gebe es keinen neuen Stand. Man schaue nach wie vor auf den Sommerflugplan.

Ursprünglich Start Ende 2021 geplant

Unklar ist, von wie vielen der 787-Produktionsfehler Lufthansas Dreamliner betroffen sind. Die ersten fünf 787-9, welche die deutsche Airline erwartet, sind sogenannte White Tails. Dabei handelt es sich um fertig gebaute Flugzeuge, für die dem Hersteller der ursprünglich eingeplante Kunde abgesprungen ist. Insgesamt hat der Konzern 25 Boeing 787-9 bestellt.

Im Mai 2021, als Lufthansa die fünf White Tails bei Boeing bestellt hatte, hoffte die deutsche Fluggesellschaft noch darauf, die ersten Dreamliner Ende 2021 in den Dienst schicken zu können. Im Juli kamen dann erstmals Zweifel an einer pünktlichen Auslieferung auf.

Airbus A340-300 als Übergangslösung

Mit der 787-Ausbildung der Cockpitcrews hat Lufthansa schon begonnen - mit Hilfe von Tuifly und Air France. Und die deutsche Airline hat auch eine Alternative für den Fall, dass die ersten 787 zum Sommer nicht da sind. «Dann setzen wir Airbus A340-300 ein, das ist unsere Reserveflotte», so Spohr im November. Die Vierstrahler müssten dann häufiger fliegen.

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