Aerosvit-Flieger: Stress mit Moskau-Scheremetjewo

Moskau lässt Aerosvit sitzen

Die ukrainische Airline bezahlte offenbar über lange Zeit ihre Schulden nicht. Deshalb verweigert ihr der Moskauer Flughafen Scheremetjewo nun den Dienst.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Seit Dienstag (11. Dezember) sitzt Aerosvit in Moskau Scheremetjewo auf dem Trockenen. Wie die Nachrichtenagentur Itar Tass berichtet, verweigert der Flughafen der Airline aus der Ukraine den Dienst. «Seit 00:00 Uhr werden von uns keine Starts und Landungen von Aerosvit mehr abgewickelt», so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie ein Sprecher gegenüber Itar Tass bestätigte, werde man den gestrandeten Passagieren aber dabei helfen, trotzdem ans Ziel zu kommen. Allerdings nur am ersten Tag nach dem Inkrafttreten des Boykotts. Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Tickets gegen Aeroflot-Tickets umzutauschen. Wer das nicht am ersten Tag schafft, der muss allerdings alleine sehen, wie er weiter kommt.

Verantwortlich für sämtliche Konsequenzen, die Passagiere und andere treffen, sei allein Aerosvit, erklärte die Betreibergesellschaft von Scheremetjewo. «Die Fluggesellschaft betrog Passagiere, Öffentlichkeit und Geschäftspartner, indem sie in den Massenmedien kommunizierte, ihre finanzielle Situation sei stabil.» Aerosvit kündigte bereits an, die Schulden begleichen zu wollen.

Immer größerer Schuldenberg

In Wahrheit aber würden sich die Schulden immer weiter steigern. Die Fluggesellschaft zahle offene Rechnungen nicht, die Restrukturierung sei alles andere als auf Kurs. Mehr als vier Millionen Euro an Ausständen habe Aerosvit allein bei Scheremetjewo angehäuft. Aerosvit bot bisher sechs Flüge nach Moskau pro Tag an. Vier davon betrafen die Strecke von Kiew nach Scheremetjewo, zwei die von Dnepropetrowsk nach Scheremetjewo. Laut der Zeitung Moscow Times ist das Aus am Moskauer Großflughafen nur der Anfang.

Wegen nicht bezahlter Schulden an die Behörden erhielt Aerosvit in ganz Russland am Montag ein Flugverbot. Doch diese seien nun beglichen, berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Post. Flüge seien wieder erlaubt. Scheremetjewo jedoch verweigere den Service weiterhin. Am heutigen Abend wolle man die Schulden begleichen, hieß es von Aerosvit. Und dann so schnell wie möglich den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Eine Bestätigung gab es noch nicht.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

ticker-aeroflot

Aeroflot verbindet Irkutsk mit chinesischer Strand-Destination

Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

Schwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Video

Tecnam P2012 VIP von außen: Der Innenraum ist neu.
Tecnam will mit der P2012 als VIP-Version einen neuen Markt erobern - dank italienischem Design, Alcantara-Interieur und Espressomaschine an Bord. Doch es gibt einen Dämpfer.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa neue uniformen 23
Sie wurde gemeinsam mit Hugo Boss entworfen: Zum ersten Mal seit 24 Jahren präsentiert Lufthansa eine neue Uniform. aeroTELEGRAPH war bei der Vorstellung in Frankfurt dabei.
Timo Nowack
Timo Nowack
Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab GlobalEye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil