A330 von Monarch: Der Pilot nutzte unangemessene Worte.

«Hätte uns ins Grab gebracht»

Ein Pilot von Monarch Airlines wollte eigentlich nur zeigen, wie wichtig ihm die Sicherheit ist. Stattdessen traumatisierte er seine Passagiere.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Drei Tage Verspätung sind an sich schon unangenehm. Und dann kommt auch noch ein schweres Trauma als Urlaubsmitbringsel mit hinzu. So geschehen ist das Reisenden, die am 2. April mit der britischen Monarch Airlines aus Tobago wieder nach London flogen. Es fing damit an, dass die Passagiere den Flieger kurz vor dem Start verlassen mussten. Als sie am nächsten Tag wieder einstiegen, wollte der Kapitän wohl besonders ehrlich sein. Doch dabei trat er in ein ordentliches Fettnäpfchen.

Der Fehler, den man nun behoben hätte, hätte sie alle ziemlich schnell «in ein nasses Grab befördert», erklärte er – und meinte damit, dass die Maschine wohl ins Meer gestürzt wäre. Es bestand ein Problem mit der Schubumkehr, welches die Techniker aber lösten. Er verglich die Situation, die man nur knapp vermieden hatte, mit einem Absturz in Thailand im Jahr 1999.

Notlandung in Barbados

Doch damit nicht genug. Als der Jet noch gar nicht lange wieder in der Luft war, folgte die Notlandung in Barbados, wo dann wieder ein längerer Aufenthalt folgte. Grund war Rauch im Cockpit, wie der Pilot von Monarch Airlines den Lotsen meldete. «Sicherheit und Transparenz sind wichtig. Aber nasse Gräber und abstürzende Flugzeuge kurz vor dem Start zu erwähnen geht nun wirklich gar nicht», beschwerte sich ein Passagier bei Twitter.

Die Fluggesellschaft hat sich inzwischen für den Vorfall entschuldigt. «Wir ermutigen unsere Crews, die Passagiere umfassend zu informieren», heißt es in einer Mitteilung. «Aber der Pilot traf eine unangemessene Wortwahl.» Das habe er inzwischen auch gemerkt uns sich in aller Form bei den Gästen entschuldigt. Die technischen Probleme sowie das Verhalten des Piloten nehme man nun noch näher unter die Lupe, so Monarch.

Mehr zum Thema

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Das Kleinflugzeug nach dem Absturz in Gloucestershire: Der Pilot überlebte leicht verletzt.

Bauteil aus dem 3D-Drucker führte zum Absturz eines Kleinflugzeugs

Schnappschildkröte auf der Piste: Ein Pilot musste dem Tier ausweichen und stürzte ab.

Schnappschildkröte löst tödlichen Unfall mit historischem Flugzeug aus

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack