Bombardier Global 6000 in Matterhorn-White: Neues Understatement.

ModefarbeMit dieser Farbe fliegen Superreiche am liebsten

Bei der Lackierung ihrer Privatjets setzen die Reichen und Schönen dieser Welt auf Bescheidenheit. Besonders ein Farbton hat es ihnen angetan. Doch die ist nicht ganz billig.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Längst nicht alle Privatjet-Besitzer haben im Geschäftsleben eine weiße Weste. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb dominiert die Farbe Weiß bei den Lackierungen der privaten Kleinflugzeuge. Besonders der Farbton Matterhorn-White erlebt zur Zeit einen regelrechten Boom.

Edel und unaufdringlich wie ein iPhone sollen die Flugzeuge der Superreichen aussehen. «Matterhorn ist das neue Weiß», erklärt eine Sprecherin der Charterfirma Privatefly dem Luxusportal Moneyish. Nicht nur neue Jets würden oft mit dem eisigen Weiß lackiert, es gäbe auch Besitzer, die ihre gebrauchten Maschinen damit auffrischen ließen.

Möglichst unter dem Radar

Daniel Hirschhorn von Luxury Aircraft Solutions beschreibt die Vorzüge der aktuellen In-Farbe der Businessfliegerei: «Matterhorn Weiß ist ein zartes Weiß das – wenn richtig angewendet – eine Meile tief scheint. Es erinnert an einen kalten Wintermorgen.» Das bekanntere Schneeweiß sei weniger edel und weniger beliebt, sagen Branchenvertreter.

Für Eric Zipkin, Gründer von Tradewind Aviation, sind psychologische Gründe entscheidend für die zurückhaltende Farbwahl. Nach der Finanzkrise würden die Reichen mit ihren Jets nicht mehr so sehr die Öffentlichkeit suchen. Die Besitzer wollten gewissermaßen unter dem Radar fliegen und hätten keine Freude, wenn andere «in ihren Geschäften herumstocherten».

Weiß ist nicht gleich weiß

Ganz billig ist eine farbliche Umgestaltung nicht. Wer seine alte Cessna mit der Matterhorn-Farbe veredeln möchte, legt schnell einmal 100.000 Dollar auf den Tisch. Bei einer großen Gulfstream kostet die Behandlung sogar bis zu 350.000 Dollar. Tiefere Schätzungen rechnen mit 25.000 Dollar für einen sehr kleinen Jet.

Die britische PSG, eine der wichtigsten Firmen im Geschäft der Flugzeuglackierungen, bietet zwölf Weißtöne, darunter zwei unter dem Label Matterhorn White. Zu ihren Kunden gehören unter anderem die Erstausrüster Bombardier, Cessna, Falcon Jet (Dassault), Gulfstream und Hawker.

Rote und blaue Streifen

Auch bei den Streifen ist Bescheidenheit zur Zeit Trumpf. Gold sei nicht mehr in Mode sagen Branchenvertreter. Beliebt sind Tiefrot, Dunkelblau und Silber. Eine sehr bekannte Ausnahme zum Understatement-Trend der Superreichen ist US-Präsident Donald Trump. Sein Jet kommt in royalem Dunkelblau daher und ist mit sehr viel Gold verziert.

Mehr zum Thema

Donald Trumps Boeing 757-200: Die «Trump Force One».

Das ist Donald Trumps private Boeing 757

Das Herzstück der Boeing 747-400 ist ein goldener Thron: Die Maschine soll rund 450 Millionen Dollar gekostet haben.

Fußballer zeigt Boeing 747 mit goldenem Thron

Businessjet: Dreht Frankreich an der Preisschraube?

Frankreichs Regierung befürwortet Kerosinsteuer für Privatjets

Mops: Nicht einfach zu transportieren.

Wenn Tiere im Privatjet mitfliegen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies