Bombardier Global 6000 in Matterhorn-White: Neues Understatement.

ModefarbeMit dieser Farbe fliegen Superreiche am liebsten

Bei der Lackierung ihrer Privatjets setzen die Reichen und Schönen dieser Welt auf Bescheidenheit. Besonders ein Farbton hat es ihnen angetan. Doch die ist nicht ganz billig.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Längst nicht alle Privatjet-Besitzer haben im Geschäftsleben eine weiße Weste. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb dominiert die Farbe Weiß bei den Lackierungen der privaten Kleinflugzeuge. Besonders der Farbton Matterhorn-White erlebt zur Zeit einen regelrechten Boom.

Edel und unaufdringlich wie ein iPhone sollen die Flugzeuge der Superreichen aussehen. «Matterhorn ist das neue Weiß», erklärt eine Sprecherin der Charterfirma Privatefly dem Luxusportal Moneyish. Nicht nur neue Jets würden oft mit dem eisigen Weiß lackiert, es gäbe auch Besitzer, die ihre gebrauchten Maschinen damit auffrischen ließen.

Möglichst unter dem Radar

Daniel Hirschhorn von Luxury Aircraft Solutions beschreibt die Vorzüge der aktuellen In-Farbe der Businessfliegerei: «Matterhorn Weiß ist ein zartes Weiß das – wenn richtig angewendet – eine Meile tief scheint. Es erinnert an einen kalten Wintermorgen.» Das bekanntere Schneeweiß sei weniger edel und weniger beliebt, sagen Branchenvertreter.

Für Eric Zipkin, Gründer von Tradewind Aviation, sind psychologische Gründe entscheidend für die zurückhaltende Farbwahl. Nach der Finanzkrise würden die Reichen mit ihren Jets nicht mehr so sehr die Öffentlichkeit suchen. Die Besitzer wollten gewissermaßen unter dem Radar fliegen und hätten keine Freude, wenn andere «in ihren Geschäften herumstocherten».

Weiß ist nicht gleich weiß

Ganz billig ist eine farbliche Umgestaltung nicht. Wer seine alte Cessna mit der Matterhorn-Farbe veredeln möchte, legt schnell einmal 100.000 Dollar auf den Tisch. Bei einer großen Gulfstream kostet die Behandlung sogar bis zu 350.000 Dollar. Tiefere Schätzungen rechnen mit 25.000 Dollar für einen sehr kleinen Jet.

Die britische PSG, eine der wichtigsten Firmen im Geschäft der Flugzeuglackierungen, bietet zwölf Weißtöne, darunter zwei unter dem Label Matterhorn White. Zu ihren Kunden gehören unter anderem die Erstausrüster Bombardier, Cessna, Falcon Jet (Dassault), Gulfstream und Hawker.

Rote und blaue Streifen

Auch bei den Streifen ist Bescheidenheit zur Zeit Trumpf. Gold sei nicht mehr in Mode sagen Branchenvertreter. Beliebt sind Tiefrot, Dunkelblau und Silber. Eine sehr bekannte Ausnahme zum Understatement-Trend der Superreichen ist US-Präsident Donald Trump. Sein Jet kommt in royalem Dunkelblau daher und ist mit sehr viel Gold verziert.

Mehr zum Thema

Donald Trumps Boeing 757-200: Die «Trump Force One».

Das ist Donald Trumps private Boeing 757

Das Herzstück der Boeing 747-400 ist ein goldener Thron: Die Maschine soll rund 450 Millionen Dollar gekostet haben.

Fußballer zeigt Boeing 747 mit goldenem Thron

Businessjet: Dreht Frankreich an der Preisschraube?

Frankreichs Regierung befürwortet Kerosinsteuer für Privatjets

Mops: Nicht einfach zu transportieren.

Wenn Tiere im Privatjet mitfliegen

Video

Die Embraer E195-E2 über der Copacabana: Azul feierte mit der Aktion das brasilianische Fußballteam der Männer.
Für eine besondere Werbeaktion wurde der Luftraum über Rio de Janeiro kurzzeitig gesperrt. Eine Embraer E195-E2 von Azul flog im Tiefflug entlang der berühmtesten Strände der Stadt – in den Farben der brasilianischen Nationalflagge.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies