Bienen: Reise mit tragischem Ende.

Wegen neuer FlugrouteMillionen Bienen sterben auf der Reise mit Delta

Trotz des leidenschaftlichen Einsatzes von lokalen Imkern: Eine Streckenänderung und ein verpasster Anschlussflug kostete Millionen Bienen das Leben.

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Bis auf den Anfangsbuchstaben haben Anchorage und Atlanta kaum Gemeinsamkeiten. Tausende Kilometer trennen die beiden US-Städte - und auch einige Grad Celsius. Denn in Atlanta wird es aktuell am Tag bis zu 30 Grad warm, während es in Alaskas Hauptstadt Anchorage nur um die 11 Grad sind. Das wurde fünf Millionen Bienen zum Verhängnis.

Sie waren Teil einer 360-Kilo-Lieferung Bienen, die an Bord von Delta Air Lines von Sacramento über Seattle weiter nach Alaska fliegen sollte. Doch statt über die Stadt im Nordwesten der USA flogen die Bienen über Atlanta im Süden des Landes. Denn im Frachtraum des Seattle-Fliegers, so berichtet die New York Times, hatte es keinen Platz mehr für die Lieferung gegeben. Und dann verpassten die Bienen in Atlanta noch ihren Anschlussflug.

Im Internet Hilfe gesucht

Als die Imkerin Sarah McElrea, die die Bienen für rund 300 Imkerinnen und Imker in Alaska bestellt hatte, von der neuen Route und dem verpassten Flug hörte, wusste sie, dass es kein fröhliches Willkommen geben wird. Denn: Bienen vertragen Hitze nicht besonders gut. Außerdem müssen sie regelmäßig gefüttert werden, in der Regel mit Zuckerwasser.

Ihr Wunsch, dass die Bienen gekühlt werden, wurde nicht erfüllt. Im Gegenteil. Weil das Personal dachte, dass Bienen aus den Boxen ausbrechen, platzierte es sie draußen in der Sonne. McElrea wandte sich schließlich an Kolleginnen und Kollegen im Internet, um Hilfe zu finden.

Die Mehrheit der Bienen verstarb

«Ich ging zu Facebook und schrieb einen kurzen Beitrag auf einer Seite, die in Georgia ansässig ist», sagt sie der Zeitung Alaska Public. So kam sie mit einem Kollegen aus Atlanta in Kontakt. Er fuhr zum Flughafen, um einen Blick auf die Lieferung zu werfen – und stellte fest, dass die meisten Bienen bereits an der Hitze gestorben waren.

Um die noch überlebenden Bienen zu retten, forderte der Imker forderte Verstärkung von Kollegen an. Sie taten, was sie konnten, doch ein Großteil der Bienen schaffte es nicht nach Anchorage. Die Mehrheit der fünf Millionen Bienen verstarb auf der Reise.

Delta gelobt Besserung

Delta Air Lines erklärt, dass man sich des Vorfalls bewusst sei, und alles tue, um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden. Laut Imkerin McElrea ist es vor allem wichtig, das Personal darüber zu informieren, dass Bienen nicht gefährlich seien und nicht einfach so stechen. So hätte man verhindern können, dass das Personal die Tiere in der Hitze draußen stehen lässt. Denn offenbar hatten die Mitarbeitenden Angst, gestochen zu werden.

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