Airbus A380 von Malaysia Airlines: Ist die Fluglinie bald am Ende?

MH370: Malaysia Airlines am Ende?

Die Tragödie um Flug MH370 schadet nicht nur dem Ruf der Fluglinie. Malaysia Airlines leidet auch finanziell. Das könnte ihr Ende bedeuten.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Vor 76 Jahren startete Malaysia Airlines. Und wenn es nach einigen Analysten geht, dann macht es die Fluggesellschaft nicht mehr lang. Insgesamt 1,3 Milliarden Dollar an Verlusten hat sie in den vergangenen drei Jahren angehäuft, das Verhältnis zwischen Aktiven und Aktienkurs steht auf dem tiefsten Stand seit 2001, berichtet der Informationsdienst Bloomberg.

Bis 2016 mindestens werden der Airline noch Verluste prognostiziert. Das dürfte sich aber noch verschlimmern. Denn Malaysia Airlines einen weiteren Schlag versetzt hat die Tragödie um Flug MH370, der auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollen ist. Seit dem Absturz ist der Aktienwert nochmals um 10 Prozent eingebrochen.

Boykott gegen Malaysia

Speziell in China boykottieren Reisebüros die Fluglinie, die Buchungszahlen sind seit dem Unglück zurückgegangen. Kein Wunder: Baidu, die größte Suchmaschine in China, macht bei dem Boykott mit. Der Sitzladefaktor ist seither um mehr als fünf Prozent gesunken. Hinzu kommen die Kosten, die die Suche nach dem verschollenen Jet mit sich bringt. Mehr als 50 Tage schon gibt es keine Spur von der Boeing 777. 40 Millionen Dollar an Kosten dürften mindestens auf die Fluglinie zukommen.

Doch das Ende der aktuellen Malaysia Airlines muss nicht definitiv sein. Vielmehr spekuliert man am Markt auf eine Aufspaltung. «In dieser Situation hat alle Welt Verständnis, wenn sie eine Restrukturierung wagen», so James Lau, Analyst bei der malaysischen Investmentfirma Pheim Asset Management. «Die Investoren wollen sehen, dass man harte Entscheidungen treffen kann.»

Profitables abspalten

Man solle alle profitablen Divisionen abspalten, so Mohshin Aziz von der malaysischen Maybank. Allein dadurch könne man 1,3 Milliarden Dollar einnehmen. Die Ingenieurssparte würde nochmals eine ganze Menge an Geld einbringen. Auch die Billigtochter Firefly könne einiges wert sein.

Malaysia Airlines selbst will zu den Spekulationen nichts sagen. Doch ein solcher Schritt kann funktionieren. Singapore Airlines ging ihn im Jahr 2000, als man die Ingenieurssparte und die Terminal Services abspaltete. Seitdem hat sich der Marktwert der beiden Firmen mehr als vervierfacht.

Mehr zum Thema

Oktober 2017: Vor vier Jahren stellte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Betrieb ein.

Wie viel wissen Sie noch über Air Berlin?

Victorville: Diese Boeing 747 wurde nach dem Aus von Transaero in der kalifornischen Wüste abgestellt.

Wann gingen diese Fluggesellschaften pleite?

Germania Airbus A319: Vor zwei Jahren musste die Airline ihren Betrieb einstellen.

Wie viel wissen Sie über Germania?

Airbus A321 Neo von Primera Air: Die Fluggesellschaft hatte auch die Langstrecken-Version LR bestellt.

Diese Airlines überlebten 2018 nicht

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies