Passagier in der Business Class: Viele Urlauber legen Wert auf Upgrades für Meilen.

Meilen sammeln? Überbewertet!

Eine neue Studie zeigt: Treueprogramme sind weniger wirksam als sich das die Fluggesellschaften erhoffen. Und sie zeigt, was Kunden sich wirklich wünschen.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Meilen sammeln kann und tut fast jeder. Das zeigt auch eine neue Studie des Beratungsunternehmens Deloitte. Doch die Programme, von denen die Fluggesellschaften sich vor allem Kundentreue erhoffen, bewirken eher das Gegenteil. Die Passagiere werden polyamourös. Die Hälfte der Reisenden sind demnach Mitglieder von zwei oder mehr Meilenprogrammen. Bei den Vielfliegern, die vor allem geschäftlich unterwegs sind, sind es sogar 72 Prozent. Und die Treueprogramme sind für die Reisenden auch gar nicht so wichtig. Sie schafften es nicht in die Top Ten der Dinge, die für sie bei der Wahl einer Airline ausschlaggebend sind.

Wolle man Kunden wirklich an sich binden, so die Studie, zähe viel mehr als nur die Meilensammlerei. «Unsere Studie zeigt, dass die Fluggesellschaften sich ernsthaft Gedanken machen müssen, wie sie mit ihren Passagieren umgehen», sagt Adam Weissenberg, der für die Reisesparte von Deloitte in Amerika zuständig ist. Es zähle nun, die Programme stärker zu personalisieren. Geschäfts- und Freizeitreisende hätten völlig andere Vorstellungen davon, was sie sich als Belohnung für ihre Meilen wünschen.

Die Lounge oder der Upgrade?

Damit Reisende sich einer Fluggesellschaft verbunden fühlen, müsse man ihnen die Möglichkeit geben, ihre Meilen genau in das umzuwandeln, was sie wollen. Bisher sei das nicht gegeben, so Deloitte. So zählt der Zugang zu Lounges am Flughafen vielleicht für Geschäftsreisende. Bei Freizeit-Urlaubern jedoch sei er kaum wichtig. Diese schätzen eher das, was sie an Bord genießen können – sei es ein Upgrade oder ein gutes Essen.

Auch die Art der Kommunikation wurde in der Umfrage der Berater thematisiert. Dabei zeigte sich: Social Media ist offenbar überbewertet. 80 Prozent aller Befragten bevorzugten die Kommunikation der Fluglinien per E-Mail. Nur 27 Prozent präferierten die Sozialen Netzwerke als Kanal. Auch bei der Recherche schnitt Social Media eher schlecht ab. Nur 13 Prozent aller Befragten legten bei der Wahl der Airline wert auf deren Auftritt in den Netzwerken. 82 Prozent trauen Preis-Vergleichs-Seiten.

Mehr zum Thema

Modernes Cockpit: Technologie macht Fliegen sicherer, aber auch komplexer.

Flugzeuge werden sicherer, aber anfälliger für Schäden

Passagiere in München: Anteil von Frauen und Männer beinahe ausgeglichen

Passagiere werden jünger und weiblicher

Automatisierte Sicherheitsschleusen: Noch nicht so weit verbreitet.

Wo Reisende Maschinen Menschen vorziehen

Piloten im Cockpit: Laut der Studie ist niemand von den Fehlern gefeit.

Piloten schätzen die Wetterlage oft falsch ein

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack