Passagierin in London-Heathrow: Neuer Aktionär im Anflug.

Saudi-Arabien steigt einMehrheit des Flughafens London-Heathrow gehört jetzt arabischen und asiatischen Staaten

Der größte Flughafen Europas hat mit dem Staatsfonds von Saudi-Arabien einen neuen Großaktionär. Auch Katar, China und Singapur sind gewichtige Anteilseigner. Vier nicht-demokratische Staaten kontrollieren jetzt faktisch den Heathrow Airport.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Er ist 1227 Hektar groß, verfügt über 192 Standplätze mit Fluggastbrücken und 97 Standplätze ohne, zählt mehr als 530 Flüge täglich und ist mit 214 Städten in 84 Ländern nonstop verbunden. London-Heathrow ist nicht nur imposant, sondern mit 82 Millionen Passagieren pro Jahr (2019) auch der größte Flughafen Europas. Das Beratungsunternehmen CEBR schätzt, dass er bis 2025 etwa 4,7 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft beitragen und mehr als 140.000 Arbeitsplätze in der gesamten Lieferkette schaffen wird.

Doch nicht nur das Vereinigte Königreich profitiert vom größten Londoner Flughafen. Denn seine Aktionäre sitzen zu einem großen Teil im Ausland. Eigentümer der Heathrow Airport Holdings ist das Konsortium FGP Topco. Dessen gewichtigster Aktionär war bisher die spanische Infrastrukturgruppe Ferrovial. Doch sie überlegte sich seit einigen Monaten, auszusteigen. Jetzt macht sie den Schritt.

Saudi-Arabiens Staatsfonds kauft einen Zehntel

Ferrovial hat am Mittwoch (29. November) angekündigt, ihren Anteil am Konsortium von 25 Prozent zu veräußern. 15 Prozent gehen - sofern alle Gremien zustimmen – an die französische Finanzinvestorin Ardian. Die restlichen 10 Prozent übernimmt der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund.

Das ist insofern bemerkenswert, als der größte europäische Flughafen nun zu 30 Prozent arabischen Staaten gehört, da weitere 20 Prozent der Anteile der Heathrow-Eigentümerin FGP Topco beim Staatsfonds von Katar liegen. Der chinesische Staatsfonds China Investment Corporation hält nochmals 10 Prozent, der singapurische Staatsfonds GIC weitere 11,2 Prozent. Faktisch haben damit autoritäre Staaten mit 51,2 Prozent die Mehrheit.

Autoritär oder unvollständig demokratisch

Im Demokratieindex der Zeitschrift The Economist kommt China auf der Skala, in der 10 das Maximum bedeutet, auf einen Wert von 1,08, Saudi-Arabien auf einen von 2,08 und Katar auf einen von 3,56. Sie werden daher als autoritäre Länder eingestuft. Singapur kommt auf 6,22 und gilt damit als unvollständige Demokratie. Dies liegt daran, dass die Wahlen nicht wirklich frei sind und es keine echte Pressefreiheit gibt.

Die restlichen Anteile des Konsortiums halten drei Rentenversicherungen, der Caisse de dépôt et placement du Québec (12,62 Prozent), dem Australian Retirement Trust (11,18 Prozent) und der Universities Superannuation Scheme (10 Prozent). Sowie neu eben auch Ardian mit 15 Prozent.

Mehr zum Thema

Jet von British Airways in London-Heathrow: Einschränkungen zu Ehren der Queen.

Flughafen Heathrow stoppt Betrieb für Beerdigung der Queen

«Floating Taxi» von Rogue One im Terminal 5 des London-Heathrow Airport: Der Künstler malte das Werk zuerst auf einer Gebäudewand in Glasgow.

Heathrow will zur Nummer eins bei Instagram werden

Das Satellitenterminal des Flughafens Shanghai Pudong ...

Shanghai Pudong kann jetzt mit Heathrow mithalten

Einsteigen in den A380: Bei British Airways wieder ganz normal.

Bald fliegen bei British Airways wieder alle Airbus A380

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg