Businessclass von Singapore Airlines (Archivbild): Wifi kann ein teuerer Spaß sein.

Preis-Schock in Airbus A380960 Euro für Internet an Bord

Ein Passagier von Singapore musste schmerzhaft lernen, wie teuer Wifi an Bord sein kann. Doch der Trend geht in eine andere Richtung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Jeremy Gutsche ist stinksauer. Er wünschte, er könnte eine Film- oder Seriensucht anführen, schreibt er. Doch er habe auf seinem Flug von London Heathrow nach Singapur nur E-Mails abgerufen und geschrieben, erklärt der kanadische Innovationsforscher auf seinem Portal weiter. Am Ende habe er feststellen müssen, dass Singapore Airlines ihm dafür 1142 Dollar verrechnet habe - umgerechnet 960 Euro.

Gutsche hatte an Bord des Airbus A380 von Singapore ein Datenpaket für 30 MB gebucht. Kostenpunkt: 30 Dollar. Er habe nie gedacht, dass er am Ende eine Rechnung von mehr als 1000 Dollar präsentiert bekomme. Schließlich habe er die meiste Zeit geschlafen. Zudem sei das Internet an Bord sehr langsam gewesen. Die Zusatzkosten würden einem zwar beim Login dargelegt. Doch er habe nie im Leben daran gedacht, dass er so viele Daten verbrauche. Singapore Airlines will sich des Falles nun annehmen.

Lufthansa bietet eine Pauschale an

Ein bisschen fehlende Vorsicht muss man Gutsche indes vorwerfen - ähnlich wie Touristen, die durch hohe Roaminggebühren im Aulsand überrascht werden. Denn Singapore Airlines bietet eine Sicherung an. «Wählen Sie die Gebrauchsoption welche Ihre Sitzung beendet sobald das Datenlimit erreicht ist. Schalten Sie zusätzlich jegliche automatischen Applikationsaktualisierungen aus und melden Sie sich von Ihrer Sitzung ab, wenn Sie den Service kurzzeitig nicht benutzen» schreibt die Airline auf ihrer Webseite.

Dennoch: Auch andere Reisende beklagten sich schon über die hohen Wifi-Preise beim Star-Alliance-Mitglied. Ein Business-Class-Reisender erklärte kürzlich, er habe 41 Dollar für ein paar Tweets und ein paar E-Mails bezahlt. Lufthansa bietet beispielsweise einen 24-Stunden-Pass an. In dieser Zeit kann man dann unlimitiert surfen. Kostenpunkt: 17 Euro.

Emirates erwartet Gratis-Wifi als Standard

Emirates geht noch etwas weiter. Schon jetzt sind auf den meisten mit W-Lan ausgestatteten Flügen der Golfairline 10 MB Datenvolumen gratis. Für weitere 600 MB wird pauschal 1 Dollar berechnet.

Doch dabei soll es nicht bleiben. «Wir haben Wifi schon immer als Service und Mehrwert des Gesamtangebots von Emirates angesehen und nicht als Einnahmequelle. Wenn wir morgen eine qualitativ gute Verbindung für jeden an Bord anbieten könnten, würden wir es tun» so Emirates-Chef Tim Clark vergangene Woche. Er glaubt, dass Gratis-Wifi an Bord zum Standard werden wird. «Das erwarten Kunden von einer Vollservice-Airline ebenso wie Essen und Getränke oder persönliche Bordunterhaltung.»

Mehr zum Thema

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines erweitert First-Class-Service am Flughafen Singapur um persönlichen Begleitservice

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines rüstet Langstreckenflotte mit Highspeed-Internet und neuem Unterhaltungssystem aus

ticker-singapore-airlines

Airbus A350 von Singapore Airlines: Achtsunden-Flug nach Nirgendwo wegen Pöbelpassagier

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines führt neue Amenity-Kits in allen Reiseklassen ein - neu auch Pyjamas in der Business Class

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg