Flugbegleiter von Malaysia Airlines: Die Fluggesellschaft erfindet sich neu.

BilligtarifeMalaysia Airlines fordert British zum Preiskampf

2018 erwartet Malaysia Airlines wieder Gewinn. Dennoch gibt sich die Fluglinie schon jetzt selbstbewusst. Sie kämpft erfolgreich gegen British Airways.

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Noch befindet sich Malaysia Airlines mitten in der Restrukturierung. 2018 erwartet die Fluggesellschaft aber den erfolgreichen Turnaround. Immerhin befindet sie sich inzwischen auf einem guten Weg dahin. Der neue Geschäftsführer Peter Bellew gibt sich dementsprechend optimistisch und sogar angriffslustig. Man grabe British Airways auf der Strecke zwischen London Heathrow und Kuala Lumpur erfolgreich Kunden ab, so der Geschäftsführer zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mit Preisen von teilweise unter 400 Euro hin- und zurück liege man um vier bis fünf Prozent unter den Tarifen von British Airways. Das habe dafür gesorgt, dass Malaysia Airlines in den vergangenen elf Wochen neun Prozent an Marktanteil hinzugewonnen habe, so Bellew. Seit Mai stieg der Anteil der von Malaysia angebotenen Sitze von 40 auf 53 Prozent. Malaysia fliegt zwei Mal täglich mit dem Airbus A380 zwischen den beiden Städten, British fliegt ein Mal täglich mit Boeings Dreamliner.

Malaysia will Preisführer bleiben

British Airways reagiere zwar auf die Billig-Tickets. Doch man werde alles tun, um «Preisführer» zu bleiben, kündigt der Manager an. British Airways erklärte gegenüber Bloomberg nur, dass man im vergangenen Jahr die Route nach Kuala Lumpur erfolgreich wieder aufgenommen habe. Details über die Preispolitik verrät die Airline nicht.

Malaysia-Chef Bellew hat seit seinem Start im Juli 2016 immer wieder den Fokus auf die Preisbildung gesetzt. So will er etwa den Abstand zwischen den teuersten und günstigsten Tickets geringer halten als bisher. Auch auf übermäßige Rabattaktionen will er verzichten – außer, wie etwa in London, in Märkten, in denen es sich lohnt.

Zwei Unglücke in kurzer Zeit

So sollen die Buchungen bei der Airline wieder anziehen. Zum Einbruch war es 2014 gekommen, nachdem innerhalb weniger Monate gleich zwei Unglücke die Fluggesellschaft heimgesucht hatten. Das Wrack der verschwundenen Boeing 777 von Malaysia-Airlines-Flug MH370 wurde immer noch nicht gefunden. Flug MH17, ebenfalls eine Boeing 777, war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgeschossen worden. Ein erster Bericht der Ermittler macht pro-russische Rebellen für das Unglück verantwortlich.

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