Hoverboard: Spaßig aber nicht ungefährlich.

Lithium-Ionen-BatterienLufthansa verbietet Hoverboards

Hoverboards gelten als der Renner im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Doch wer sie im Flugzeug transportieren will, könnte Pech haben.

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Wohl kaum ein Gadget wird derzeit so gehypt wie die Hoverboards. «Self balancing devices» oder auf deutsch «selbstausgleichende Elektroroller» heißen die Fortbewegungsmittel richtig, mit denen man derzeit überall Menschen durch die Gegend fahren sieht. Offenbar geht von ihnen nicht nur beim Gebrauch eine Gefahr aus. Und die schätzt man bei Lufthansa groß genug ein, um den Transport der Geräte im Hand- oder im Aufgabegepäck zu verbieten. Das Verbot tritt ab sofort in Kraft, bestätigt ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH.

Das Problem mit den Spielzeugen: Die Batterien. Angetrieben werden die Geräte nämlich von Lithium-Ionen-Batterien. Und diese können sich, wenn sie nicht richtig verarbeitet sind, so überhitzen, dass es zu einem Brand kommt. Aus diesem Grund gelten bei Airlines ohnehin schon strenge Regeln, was den Batterientransport betrifft. Alles mit einer Leistung von über 160 Wattstunden darf nicht an Bord.

Hoverboards überschreiten Grenzwert

Offenbar ist auf vielen Hoverboards nicht ersichtlich, ob sie diese Grenzen einhalten. Laut einer Mitteilung der amerikanischen Fluggesellschaft Delta haben Untersuchungen aber ergeben, dass ein Großteil der Gefährte die kritische Grenze überschreitet. Daher hat auch Delta Air Lines am Donnerstag (10. Dezember) ein Verbot ausgesprochen. Auch bei der Billig-Konkurrentin Jetblue gelten die Gadgets als «No-go-Item».

Erst in der vergangenen Woche hatte die britische Verbraucherschutzbehörde NTS Konsumenten vor den Spielzeugen gewarnt. Nach einigen Fällen, in denen die Spielzeuge spontan Feuer gefangen hatten, hatte sie Tausende Hoverboards an Importhäfen untersuchen lassen. Bei mehr als 15.000 hatte man Mängel an der Verkabelung, an Sicherheitsschaltern oder an Akkus festgestellt.

Gefährliche Fracht

Lithium-Ionen Batterien bereiten Airlines schon länger Sorgen. Viele von ihnen weigern sich inzwischen, die Batterien als Fracht in Passagierfliegern zu transportieren. Erst vor kurzer Zeit hatte Flugzeugbauer Boeing seinen Kunden dringend dazu geraten, keine großen Ladungen Lithium-Ionen-Batterien mehr zu transportieren. Die Gefahr, die von den entflammbaren Batterien ausgehe, stelle ein großes Sicherheitsrisiko dar und noch seien keine Verpackungs- und Transportlösungen gefunden, die einen Brand sicher verhindern.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte im Oktober,  dass man ein Verbot des Transports von Lithium-Ionen-Batterien an Bord von Passagierfliegern durchsetzen wolle. 113 Zwischenfälle zählte die FAA zwischen 1991 und 2010, die auf irgendeine Weise mit Lithium-Batterien zusammenhängen. Auch beim Absturz einer Boeing 747 von UPS im September 2010 wird vermutet, dass Batterien für ein Feuer an Bord und Rauchentwicklung im Cockpit verantwortlich waren. Das führte schließlich zum Kontrollverlust.

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