Flieger von Lufthansa und Alitalia: Gehören sie bald zum gleichen Konzern?

Kauf von AlitaliaLufthansa und Easyjet kreisen über Rom

Der deutsche Luftfahrtkonzern und der britische Billigflieger sind Favoriten bei der Übernahme von Alitalia. Doch weder Lufthansa noch Easyjet oder sonst wer will das ganze Unternehmen übernehmen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eine Delegation von Lufthansa ist vergangene Woche nach Rom gereist. Dort haben die Deutschen in einer Anwaltskanzlei Luigi Gubitosi und die zwei anderen Insolvenzverwalter von Alitalia getroffen. Die Verhandlungen dauerten bis am Freitagmorgen (17. November), wie die Zeitung Il Messaggero schreibt.

Nachdem früher einmal ein Betrag von 500 Millionen Euro genannt worden war, den Lufthansa für Alitalia angeblich zahlen will, wird nun gemäß Il Messaggero von 250 Millionen gesprochen, die bei Erreichen gewisser Ziele auf 500 Millionen verdoppelt werden können. Das halten die Insolvenzverwalter für zuwenig. Ebenso pochen sie offenbar auf einen reduzierten Stellenabbau. Unbestätigten Berichten zufolge soll Lufthansa planen, die Zahl der Angestellten von 12.000 auf 6000 zu halbieren.

Weitere Gespräche

Lufthansa hatte im Oktober bestätigt, ein konkretes Angebot für Alitalia abgegeben zu haben. Sie will demnach nur den Flugbetrieb übernehmen. Allerdings will die deutsche Fluggesellschaft auch davon nicht alles übernehmen. Sie habe «Interesse nur an Teilen des weltweiten Netzverkehrs und des europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehrs», so Lufthansa damals.

Nun sprechen Gubitosi und seine zwei Kollegen mit den anderen Interessenten. Einzige im Rennen verbliebene Fluggesellschaft ist Easyjet. Daneben hat auch der amerikanische Finanzriese Cerberus eine Offerte abgegeben. Auch zeigen die beiden italienischen Bodenabfertiger Airport Handling und Alisud konkretes Interesse.

Zerschlagung wahrscheinlich

Während die vom Staat eingesetzten Verwalter Alitalia gerne in einem Stück verkaufen möchten, hat wohl keiner der Kandidaten wirklich Interesse daran, Alitalia so zu belassen, wie das Unternehmen heute aufgestellt ist. Eine Zerschlagung ist daher wahrscheinlich.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Easyjet-Pilotinnen und Piloten in Frankreich setzen Streik aus

Airbus A320 von Easyjet: Ein Flugzeug der Airline musste in Mailand evakuiert werden.

Powerbank sorgt für Rauch in Airbus A320 von Easyjet - Mailand-Malpensa muss Betrieb einstellen

ticker-easyjet

Russische Leasingfirma verklagt Easyjet auf 72 Millionen Pfund Schadenersatz

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Video

Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies