Boeing 777X von Lufthansa: Kommt erst Ende des Jahrzehnts

Folgen des Flugbegleiter-StreiksLufthansa überprüft Routen und Flotte

Die deutsche Fluggesellschaft kommt den Flugbegleitern entgegen. Das führt aber zu höheren Kosten. Darum überprüft Lufthansa Flotte und Streckennetz.

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Der Streik der Flugbegleiter zeigt Folgen. Der Vorstand der Lufthansa lenkt ein und kommt den Streikenden von der Gewerkschaft Ufo entgegen. «Damit unsere Kunden nicht weiter durch die Auswirkungen des Streiks geschädigt werden, haben wir uns zu dieser abermaligen Verbesserung unseres Angebots durchgerungen», sagt Personalchefin Bettina Volkens.

Konkret ist Lufthansa zu diversen Zugeständnissen bereit, sollte der Streik umgehend abgebrochen werden. Statt einer Einmalzahlung von 2000 Euro an alle 19.000 Flugbegleiter bietet sie nun 3000 Euro. Zudem erhalten alle Flugbegleiter ab 2016 eine Gehaltserhöhung von 1,7 Prozent. Zusätzlich akzeptiert der Vorstand die Forderung bei der Ruhestandsregelung ab dem 55. Lebensjahr.

Asien, Afrika und Südamerika auf Prüfstand

Der Erfolg von Ufo hat aber eine Kehrseite. «Wir sind uns im Klaren darüber, dass die dringend notwendigen Verbesserungen der Kosten- und Wettbewerbspositionen mit diesem erneuten Entgegenkommen nicht erreicht werden können und sich der Abstand zu relevanten Wettbewerbern weiter vergrößert», sagt Vorstandsmitglied Karl Ulrich Garnadt. Deshalb müsse man die Planung bei Kapazität und Angebot für 2016 und die Folgejahre neu bewerten.

Das heißt: Der geplante Flottenausbau wird nicht in dem Ausmaß stattfinden, wie einst geplant. Gleichzeitig dürften ertragsschwache Routen gestrichen werden. Garnadt nennt dabei explizit «Strecken nach Asien, Afrika und Südamerika».

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