Letzte Aktualisierung: um 19:46 Uhr
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Lufthansa: Ausfälle schon vor Streik

Die Lufthansa-Piloten streiken. Darum muss die Fluglinie ab Mittwoch fast alle ihre Flüge streichen. Bis zu 150 Leute arbeiten daran, die Folgen möglichst gering zu halten.

Lufthansa

Lufthansa-Pilot: Ab Mittwoch im Arbeitskampf.

425’000 Passagiere der Lufthansa müssen sich in den kommenden Tagen auf Stress einstellen. Die Piloten der deutschen Fluglinie streiken ab Mittwoch drei Tage lang. 3800 Flüge fallen aus, zusätzlich werden auch rund 500 der Billigtochter Germanwings nicht abheben.

Auch in der Lufthansa-Zentrale sorgt der Streik für einigen Stress. «Jetzt gerade geht es darum, die Passagiere so schnell und umfassend wie möglich über die Streichungen zu informieren», erklärt ein Sprecher gegenüber aeroTELEGRAPH. Zwei Drittel aller Annullationen habe man bisher veröffentlicht. Zusätzlich versuche man alle Passagiere per Email oder SMS zu erreichen. «Die Besetzung unserer Call Center haben wir wegen des Streiks verdoppelt», berichtet der Sprecher weiter.

Lufthansa führt Krisenstab mit zehn Personen

Schon jetzt melden sich bei der Lufthansa Tausende Passagiere, die wissen wollen, was nun ihre Möglichkeiten sind. Bei den Umbuchungen greife man als erstes auf die eigenen Partner zurück. «Aber wir haben Zugriff auf alle Buchungssysteme», so der Sprecher der Airline. Im Zweifel müsse man dann auch auf die Konkurrenz umbuchen.

Der Krisenstab, der sich mit den Folgen des Streiks beschäftigt, umfasst im Kern zehn Leute. Flugbetrieb, Crew, Management und Kommunikation – alles davon muss abgedeckt sein. Mit den unmittelbar an diese Leute angegliederten Mitarbeitern umfasst die Anzahl der Streik-Taskforce der Lufthansa 150 bis 200 Personen.

Längere Übernachtungen für die Crews

Denn einfach ist die Planung nicht. «So kann es etwa sein, dass bereits am Dienstag Flüge ausfallen, auch wenn der Streik erst am Mittwoch beginnt», so der Lufthansa-Sprecher. Der Grund: «Wir müssen Flieger und Crew am Ende des Streiks auch da haben wo sie gebraucht werden.»

Wenn etwa ein Flieger in Seattle nötig sei, der aber wegen des Streiks nicht dort hinkommen kann, dann müsse man bereits einen früheren Flug mit dem Jet von Seattle weg streichen. Und das wiederum bedeutet, dass im Zweifel eine längere Übernachtungszeit für die betroffenen Crews eingeplant werden muss.



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