Letzte Aktualisierung: um 19:01 Uhr
Partner von  

Miles and More

Lufthansa rechnet bald mit Euro statt mit Meilen

Lufthansa passt die Berechnung bei Miles and More an. Der Preis des Tickets und der Vielfliegerstatus sind künftig das zentrale Kriterium beim Vielfliegerprogramm

Miles and More/aeroTELEGRAPH

Miles-and-More-App: Ab März wird neu gerechnet.

Eine Meile ist schon lange keine Meile mehr. Wer mit Lufthansa von Frankfurt nach Rio de Janeiro fliegt, bekommt als Vielflieger oft viel weniger als die 5950 Meilen gutgeschrieben, die das Flugzeug auf dem Weg über den Südatlantik zurücklegt. Mitunter kann es bei Miles and More als Economy-Passagier weniger als 1000 Meilen pro Flugstrecke geben.

Nun verabschiedet sich die Lufthansa-Gruppe endgültig von der Distanz als zentralem Maßstab bei Miles and More. Die Meilengutschrift richtet sich ab dem 12. März 2018 nach dem Flugpreis inklusive der von Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa und Swiss erhobenen Zuschläge für Extras. Steuern und Gebühren zählen dabei nicht. Dieser Euro-Betrag wird mit einem Faktor multipliziert, der vom Vielfliegerstatus abhängt. Bis jetzt waren die Buchungsklasse und die Flugstrecke ausschlaggebend.

Einfacher und transparenter

Der Grund-Multiplikator beträgt für alle Mitglieder von Miles and More künftig vier. Bei Mitgliedern mit einem Vielfliegerstatus wird ab kommendem März jeder ausgegebene Euro mit dem Faktor sechs vervielfacht, wenn er mit einer der drei Premium-Konzernairlines fliegt. Bei Flügen mit Eurowings, Brussels Airlines und  Miles-and-More-Partnerairlines gilt der Faktor 5. Man wolle so gut zahlende Passagiere belohnen und die Meilenvergabe transparenter und einfacher machen, erklärt eine Sprecherin die Beweggründe.

Insgesamt werde Lufthansa genau gleich viele Meilen wie bisher vergeben, betont die Sprecherin weiter. Im Interkontinentalverkehr erhielten mit dem neuen System beispielsweise 60 Prozent aller Passagiere gleich viel oder mehr Meilen gutgeschrieben als bisher. Im Europaverkehr seien es gar 70 Prozent. Es gibt natürlich aber auch Verlierer. Schlechter fährt künftig etwa, wer aus Asien kommend in Frankfurt auf einen Flug in die USA umsteigt.

In den USA mehr und mehr üblich

Unberührt bleibe der Vielfliegerstatus der Teilnehmer, damit verbundene Privilegien und die Vergabe von Statusmeilen, betont die Sprecherin weiter. Ebenso sei keine Anpassung der Preise von Flugprämien geplant. Den Preis als Basis für die Meilenberechnung zu nehmen, ist nichts Neues. In den USA haben die großen Fluggesellschaften bereits vor einiger Zeit auf dieses System gewechselt.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.