Airbus A320 von Brussels Airlines: Lange Verhandlungen waren nötig.

Einigung zu StaatshilfeLufthansa pumpt 170 Millionen Euro in Brussels Airlines

Lange Zeit kamen die Verhandlungen um Staatshilfe für Brussels Airlines nicht voran. Jetzt gibt es offenbar eine Einigung zwischen der belgischen Regierung und Lufthansa.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Zuerst gab es eine Einigung für Swiss in der Schweiz, dann für Lufthansa in Deutschland und schließlich für Austrian Airlines in Österreich. Lufthansa und ihre Töchter sicherten sich in allen drei Ländern Staatshilfe. Nur Gespräche mit der belgischen Regierung über den Ableger Brussels Airlines kamen nicht voran. Doch nun ist der Knoten offenbar geplatzt.

Wie der öffentlich-rechtliche Sender VRT berichtet, hat Belgiens Regierung eine Vereinbarung mit Brussels Airlines und deren Mutterkonzern getroffen. Der Staat gibt der Airline demnach ein Darlehen in Höhe von 290 Millionen Euro, das Brussels bis 2026 zurückzahlen muss. Lufthansa hat sich derweil zu einer Finanzspritze in Höhe von 170 Millionen Euro verpflichtet. Davon sollen 70 Millionen Euro in die Umstrukturierung fließen, der Rest des Geldes soll der finanziellen Konsolidierung dienen.

Belgische Regierung erhält Pfandrecht

Lufthansa garantiert, dass das Geld aus dem Kredit bei Brussels bleibt und nicht an Lufthansa oder andere Unternehmen des Konzerns weitergeleitet wird. Die Regierung erhält zudem ein Pfandrecht: Wenn Brussels Airlines nicht in der Lage ist, das Darlehen zurückzuzahlen, gehen Lufthansa-Anteile an Brussels Airlines an die Regierung, heißt es.

Die Einigung schreibt zudem das Fortbestehen der Marke Brussels Airlines und des Hauptsitzes in Brüssel fest. Die Fluglinie wird demnach weiterhin unter belgischer Lizenz fliegen und Lufthansa wird in den Betrieb am Brüsseler Flughafen investieren. Die gesamte Einigung liegt sowohl dem Lufthansa-Vorstand als auch der belgischen Regierung zur endgültigen Billigung vor. Auch die Europäische Kommission muss noch zustimmen.

Weniger Entlassungen als befürchtet

Noch vergangene Woche hatte Brussels den Ausbau ihres Flugplanes verschoben, da die finanzielle Situation der Airline sich verschlechtert hatte. Das Management hatte zuvor bereits im Mai einen drastischen Sparplan angekündigt. Er sah vor, die Flotte von 54 auf 38 Flugzeuge zu verkleinern und rund 1000 Arbeitsplätze abzubauen. Laut dem Sender VRT konnte die Zahl der Entlassungen mittlerweile auf rund 350 reduziert werden.

Mehr zum Thema

Ein Airbus A320 von Brussels Airlines in der Schlumpf-Lackierung: Damit ist bald Schluß.

Brussels Airlines fehlt Geld für Ausbau

Hangar von Brussels Airlines: Die geparkten FLieger werden wieder startklar gemacht.

Brussels Airlines wehrt sich gegen Insolvenzgerüchte

Abfertigung eines Flugzeuges: Die Swissport-Tochter in Belgien ist am Ende.

Brussels Airlines verliert vor Neustart Abfertiger

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg