Die Boeing 747-8 von Lufthansa mit Retrobemalung und dem Taufnamen Köln: Die Stadt könnte den Hauptsitz der Airline verlieren.

Rechtlicher SitzLufthansa prüft Umzug von Köln nach München

Aus historischen Gründen befindet sich der rechtliche Sitz der deutschen Fluglinie noch immer in Köln. Das könnte sich ändern. Lufthansa prüft einen Umzug.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist ein historisches Überbleibsel. Nach dem Zweiten Weltkrieg lösten die Alliierten die deutsche Nationalairline auf. Denn Lufthansa war tief in die Machenschaften der Nazis verstrickt gewesen. Die neue deutsche Regierung wollte den Luftverkehr aber frisch aufbauen. 1953 gründete sie zusammen mit der Deutschen Bundesbahn und dem Bundesland Nordrhein-Westfalen in Köln die Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf – Luftag.

Ein Jahr später kaufte die neue Fluglinie Namen, Markenzeichen und Firmenfarben aus der Liquidationsmasse. Die neue Lufthansa entstand. Bis heute hat sie ihren rechtlichen Sitz in Köln.

Einst mit eigenem Hochhaus

Lange arbeitete ein Teil der Verwaltung der Fluggesellschaft in einem Hochhaus am rechten Rheinufer, das inzwischen als Lanxess Tower bekannt ist. Heute befindet sich der rechtliche Sitz an der Venloer Straße 151-153 in Köln-Ehrenfeld. Alle wichtigen Entscheidungen werden jedoch längst in Frankfurt getroffen. Doch jetzt überlegt sich der Konzern, aus Köln wegzuziehen.

Wunschziel von Konzernchef Carsten Spohr ist offenbar München, wie das Portal The Pioneer schreibt. «Es gibt in einer frühen Phase Überlegungen zur Verlagerung des juristischen Sitzes. Beschlossen ist noch nichts und bei der nächsten Hauptversammlung am 9. Mai steht das Thema nicht auf der Tagesordnung», erklärt ein Sprecher von Lufthansa.

Nur Symbolcharakter

Ein Wechsel des juristischen Sitzes hat faktisch kaum Auswirkungen. Er hat im Rechtsverkehr Bedeutung und auch in einem gewissen Maß steuerlich. Er hat aber hauptsächlich symbolischen Charakter.

Mehr zum Thema

Die deutschen Fluglinien Junkers Luftverkehr und Deutsche Aero Lloyd fusionieren 1926 zur Deutschen Luft Hansa.

Die Lufthansa in sechs historischen Momenten

Boeing 747-8 von Lufthansa: Ab nach Mallorca.

Was macht Lufthansa mit der Kabine der Boeing 747-8?

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

ticker-lufthansa

Lufthansa Cargo führt Notfallservice für besonders dringende Sendungen ein

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier