Folge der LieferverzögerungenLufthansa-Pilotinnen und -Piloten sind für die falschen Flugzeuge lizensiert

Für ihre Langstreckenflüge fehlt der deutschen Fluggesellschaft teilweise immer noch Personal. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet bald eine Entspannung. Allerdings sieht er noch ein anderes Problem.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

In der gesamten Wirtschaft fehlen gut ausgebildete Arbeitskräfte. Auch bei Lufthansa kommt es zu Engpässen. So etwa bei den Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern. Laut einem Schreiben der Personalvertretung der Kabine starten regelmäßig Langstreckenflüge mit weniger Besatzungsmitgliedern als eigentlich geplant.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres habe es «regelmäßige Crew-Reduzierungen von bis zu minus drei» gegeben, heißt es. Und es ist zu hören, dass man befürchtet, es könnte im Sommer noch schlimmer werden. Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr gibt sich dagegen vorsichtig zuversichtlich. Man habe zwar «nicht ansatzweise die Produktivität, auch bei unseren Besatzungen, wie wir sie 2019 hatten.» Aber der Fokus habe auf Qualität und Stabilität gelegen.

«So viele Flugzeuge, die sich immer wieder verzögern»

Er gehe daher von einer «deutlich stabileren Operation» aus, so der Konzernchef vergangene Woche bei der Präsentation der Jahreszahlen. «Wir haben Puffer ins System gegeben», so Spohr. Das betreffe Flugzeuge, aber auch Crews.

Allerdings besteht aktuell bei Lufthansa noch ein anderes Problem. Es ergibt sich auch aus den Lieferverzögerungen bei Airbus und Boeing. «Wenn Sie so viele verschiedene Flugzeuge im Zulauf haben und die sich immer wieder verzögern, haben Sie das zusätzliche Problem, dass wir viele Crews auf falschen Flugzeugen haben.»

Flüge zwischen Frankfurt und München

So habe Lufthansa etwa eine dreistellige Anzahl von Pilotinnen und Piloten für die Boeing 787 schon fertig ausgebildet und lizensiert. «Und jetzt haben wir keine Flugzeuge, um die Kolleginnen und Kollegen einzusetzen.» Daher würde man teilweise «von Frankfurt nach München hin und her» fliegen, «damit die Kollegen wenigstens regelmäßig zum Einsatz kommen und ihre Lizenzen erhalten können».

Außerdem wird Lufthansa im Sommer teilweise Dreamliner-Crews an die Schwester Austrian Airlines ausleihen. Das Problem werde sich im Laufe des Jahres aber normalisieren, so der Lufthansa-Chef.

Mehr zum Thema

Crew von Lufthansa: Es fehlt an Personal.

Lufthansa-Crews sprechen von «untragbaren» Zuständen

Sondermahlzeit von Lufthansa: Kommt gut bei den Gästen an.

Zu viele Lufthansa-Passagiere bestellen Spezialmenüs

Lufthansa-Jet in Frankfurt: Wie gut läuft es im Oktober?

Lufthansa-Crews warnen: «Flugbetrieb in Frankfurt kurz vor Kollaps»

ticker-lufthansa

Lufthansa und Air China weiten Codeshare auf Lateinamerika aus

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack