Lufthansa-Flug LH648 drehte aufgrund des Konflikts um Bergkarabach an der rumänischen Küste um.

Auch AnnullierungenLufthansa muss wegen Bergkarabach-Konflikt Flugzeuge umdrehen lassen

Der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien ist erneut ausgebrochen. Das hat Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Airlines aus Europa mussten diverse Flüge umdrehen lassen oder annullieren.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Aserbaidschan und Armenien kämpfen seit mehr als drei Jahrzehnten um Bergkarabach. Das Gebiet im Kaukasus gehört offiziell zu Aserbaidschan, ist aber mehrheitlich von Menschen mit armenischen Wurzeln bewohnt. 1991 erklärte sich Bergkarabach für unabhängig, allerdings wird dies weder von den Vereinten Nationen noch dem Europarat anerkannt.

Nun ist der Kampf um die Vormachtstellung neu entbrannt. Aserbaidschan hat am Dienstag (19. September) einen Großangriff auf Bergkarabach gestartet. Ziel ist, die Autonomie der Region zu beenden und die vollständige Kontrolle über das Gebiet zu erreichen. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium spricht von einem «Antiterroreinsatz».

Fluggesellschaften holen Flugzeuge zurück

Bergkarabach meldet 27 Tote durch die aserbaidschanische Offensive. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt und aus 16 Orten seien insgesamt etwa 7000 Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Inzwischen wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Ob er hält, ist allerdings noch unsicher.

Der Konflikt hat auch Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Internationale Fluggesellschaften, die über die Region Richtung Asien fliegen, haben ihre Flugzeuge gestern vorsorglich umdrehen lassen. KLM hat Flug KL 863 von Amsterdam nach Tokio zurückbeordert. Weitere Abflüge wurden um 24 Stunden verschoben.

Lufthansa-Flüge drehen um oder werden gestrichen

Lufthansa hat zwei Flüge auf gestoppt. Flug LH716 von Frankfurt nach Tokio-Haneda drehte über Budapest um und landete nach rund dreieinhalb Stunden und fünf Schleifen über dem Bayerischen Wald wieder in Frankfurt. Auch Flug LH648 von Frankfurt nach Almaty kehrte an der rumänischen Schwarzmeerküste um und erreichte den Frankfurter Flughafen nach mehr als viereinhalb Stunden.

Fünf weitere Flüge nach Asien von Frankfurt nach Seoul, Peking sowie Shanghai wurden ersatzlos gestrichen. Erst in der vergangenen Woche gab es Probleme auf dem Flug Frankfurt-Seoul. Vorsorglich annulliert wurden auch die Flüge von München nach Seoul und Shanghai. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte auf Anfrage von aeroTELEGRAPH die Streichungen und Umleitungen einzelner Flüge.

Ausweichrouten verfügbar

«Aufgrund der aktuellen Lage meidet die Lufthansa Group bis auf Weiteres den Luftraum im Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschans», so die Sprecherin weiter. Gleichzeitig rechnet man bei der Fluggesellschaft damit, dass sich der Flugbetrieb ab dem heutigen Mittwoch (20. September) wieder normalisieren werde, «da Ausweichrouten geplant werden konnten und dafür notwendige Verkehrsrechte mittlerweile vorliegen».

Mehr zum Thema

Der Tower ist fertig, das Terminal ist offen: Der Flughafen Stepanakert hat noch nie ein Flugzeug gesehen.

Der abtrünnige Flughafen

Boeing 747-400.

Boeing 747 von Lufthansa fliegt in 8,5 Stunden von Frankfurt nach Frankfurt

Das Brunendenkmal wurde am 25. April eingeweiht: Die Türkei sieht darin einen Affront und hat ihren Luftraum für armensiche Flüge geschlossen.

Türkei sperrt wegen Denkmal armenische Flugzeuge aus

lufthansa airbus a321 200 de

Wer bei Lufthansa eine Teilstrecke auslässt, muss jetzt ganz genau erklären, warum

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack