Triebwerk von Pratt & Whitney eines Lufthansa-Fliegers: Viele müssen überprüft werden.

Dank Lufthansa TechnikLufthansa kann Airbus-A320-Neo-Triebwerke 100 Tage schneller überprüfen

Die Probleme mit Triebwerken von Pratt and Whitney plagen Airlines weltweit - auch die Lufthansa Group. Dennoch hat sie gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil.

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20 Flugzeuge der Lufthansa Group werden 2024 im Schnitt zu jedem Zeitpunkt am Boden sein, weil Überprüfungen der PW1100G-JM-Triebwerke des US-Herstellers Pratt & Whitney nötig sind. Bei der Fertigung hatte es Probleme beim Schmieden mit Pulvermetall gegeben.

Flugzeuge, die keine Passagiere fliegen können, sind für keine Airline wünschenswert. Aber: Die Probleme bei Pratt & Whitney sind zwar für Lufthansa sehr ärgerlich – jedoch weniger als für andere Airline-Gruppen, denn: Über die Tochter Lufthansa Technik generiert das Problem immerhin auch Umsatz. Das Unternehmen betreut immerhin laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr jedes fünfte Flugzeug weltweit und ist auch lizensiert, die PW1100G-JM-Motoren zu warten.

146 Triebwerke betroffen

Davon profitiert die Lufthansa-Gruppe nicht nur finanziell, sie gewinnt bei der Überprüfung der Triebwerke auch Zeit. 146 Motoren von 64 Flugzeugen der A320-Neo-Flotte von Lufthansa sind betroffen. Und diese wird man deutlich schneller überprüfen können, als die von Pratt & Whitney kommunizierte durchschnittliche Zeit.

Laut dem Triebwerkshersteller dauern die Prüfungen ab Abbau bis wieder-Anbau der Triebwerke an der Tragfläche 250 bis 300 Tage. Dank Lufthansa Technik werde man das im Schnitt rund 100 Tage schneller schaffen, verriet Carsten Spohr am Donnerstag (2. November) bei der Präsentation der Quartalsergebnisse vor Analysten.

Länger als geplant mit älteren Jets unterwegs

Trotzdem muss die Airline-Gruppe Maßnahmen ergreifen, damit die Triebwerksprobleme den Flugplan so wenig wie möglich einschränken. So fliegt man etwa Lufthansa etwa fliegt länger als geplant mit älteren Maschinen, um Ausfälle der zu überprüfenden Jets auszugleichen.

Spohr betont auch, dass nicht alle Airlines der Gruppe ihre A320 Neos mit Triebwerken von Pratt & Whitney betreiben. So fliegen Eurowings und Brussels Airlines etwa komplett mit der zweiten Triebwerksoption des Herstellers CFM.

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