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Vertrag gekündigt

Lufthansa holt Jets von Laudamotion zurück

Der Streit eskaliert: Lufthansa verlangt von Ryanair-Tochter Laudamotion per sofort neun Jets zurück. Es ist fast die Hälfte der Flotte.

Laudamotion

Niki Lauda mit Crew von Laudamotion: Die AIrline ist in ein Lufthansa-Luftloch gefallen.

Wie bei vielen Auseinandersetzungen geht es um Geld und Macht. Und es gibt zwei völlig entgegengesetzte Versionen der Geschehnisse. Ryanair behauptet, Lufthansa verzögere die Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro an Gebühren für Wet-Lease-Dienste ihrer neuen Tochter Laudamotion. Die deutsche Fluggesellschaft macht umgekehrt geltend, dass die österreichische Fluggesellschaft die Miete von Flugzeugen wiederholt nicht bezahlt habe.

Darum reagiert Lufthansa nun. «Da auch bei Eurowings aktuell Bedarf an Flugzeugen besteht, hat Lufthansa von ihrem mit Laudamotion für den Fall eines Vertragsverstoßes vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht» teilt die Fluggesellschaft mit. Die Leasingverträge für neun Flugzeuge würden «aufgrund nicht erfolgter Zahlung» gekündigt. Per sofort.

Nun entscheiden die Richter

Für Laudamotion ist das fatal. Denn die österreichische Fluggesellschaft verliert dadurch neun ihrer insgesamt 19 Flieger. Zehn Jets hat sie zur Starthilfe von der Mutter Ryanair bekommen, neun wurden ihr von Lufthansa vermietet. Trotz sofortiger Kündigung muss Laudamotion die neun Flugzeuge nicht umgehend abgeben. Denn die Fluglinie hat die Kündigung bereits vor Gericht angefochten. Die Verhandlung findet am 20. Juli statt.

Die Gefahr besteht aber, dass Laudamotion noch im laufenden Flugplan viele Flüge nicht mehr durchführen kann.

 



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