Blick von der Heckkamera eines Airbus A380 auf einen A340 von Lufthansa: Ein Flugzeug als Reserve für Eurowings.

Airbus A340 als ReserveLufthansa eilt Eurowings mit A340 zur Hilfe

Lufthansa startet die Flüge ins kalifornische San Jose zwei Monate später als geplant. Dadurch wird ein Airbus A340 frei, der Eurowings helfen soll, die betrieblichen Probleme zu lindern.

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Nun wird British Airways doch die erste Fluggesellschaft sein, die einen Direktflug zwischen Europa und San Jose im Silicon Valley anbietet. Eigentlich wäre die Ehre Lufthansa zuteil geworden. Während die Briten ihre neuen Flüge ab London am 4. Mai starten, planten die Deutschen, schon am 29. April loszulegen. Doch jetzt beschloss Lufthansa, den Erstflug zu verschieben und erst am 1. Juli erstmals von Frankfurt nach San Jose zu fliegen.

Die Vertagung um zwei Monate hat einen handfesten Grund. Lufthansa will den Airbus A340-300 frei halten, der für die San-Jose-Strecke vorgesehen war, wie mehrere Quellen aus dem Unternehmen aeroTELEGRAPH bestätigen. Die Maschine wird der angeschlagenen Eurowings im Mai und Juni als Reserve dienen. In den vergangnen Wochen kam es immer wieder zu riesigen Verspätungen, weil die Lufthansa-Billigairline keinen Ersatzflieger schicken konnte, wenn es bei einem ihrer zwei Airbus A330-200 Probleme gab.

Lufthansa will mehr Stabilität

Die Maßnahme ist ein weiteres Resultat der Arbeit der Taskforce, die von Lufthansa eingesetzt worden war, um die Probleme bei Eurowings schnell zu lösen. «Der Vorstand überprüfte alle neuen Strecken», erklärt ein Sprecher der deutschen Fluggesellschaft. Und wo man die Möglichkeit gesehen habe, mit einem Aufschub der jungen Langstrecken-Billigtochter zu helfen, mache man das. «Es geht um die operationelle Stabilität bei Eurowings». Die Strecke nach San Jose sei etwas früh in den Verkauf gegangen. Die Saison beginne da eher etwas später als im Mai, erklärt der Lufthansa-Sprecher.

Anfang Februar hatte die Taskforce bereits beschlossen, die beiden neuen Strecken Köln/Bonn - Boston und Las Vegas um einen Monat zu verschieben. Die geplanten Flüge nach Teheran wurden vorerst ganz auf Eis gelegt. «Wir wollen so operationelle Stabilität hinkriegen», erklärte damals Eurowings. Weitere Besserung ist in Sicht. Im April bekommt die Fluggesellschaft einen ersten, im Mai einen zweiten zusätzlichen Airbus A330-200. So kann sie ihre Langstreckenflotte auf vier Flieger ausbauen. Das hilft bei Engpässen.

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