Noch eine Air-Berlin-Tochter: Niki stellte im Dezember einen Insolvenzantrag. Nimmt sie <a href="https://www.aerotelegraph.com/gerichtsbeschwerde-belastet-niki-verkauf" target="_blank" rel="noopener">aktuelle Hürden</a>, soll die österreichische Airline an IAG und deren Billigtochter Vueling gehen.

Harte Kritik vom GründerLufthansa hat laut Lauda fast alle Niki-Flieger

Niki Lauda war daran interessiert, die einst von ihm gegründete Fluglinie zu übernehmen. Nur hat Niki offenbar gar keine Flugzeuge mehr, mit denen ein Betrieb möglich wäre.

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Noch immer ist nicht klar, wie es mit Niki weitergeht. Flüge finden nicht mehr statt. Als ein möglicher Retter wird immer noch Niki Lauda gehandelt. Der Ex-Rennfahrer  hatte die Airline 2003 gegründet und war dann 2011 ausgestiegen. Nun hat Lauda mit dem Air-Berlin-Insolvenzverwalter Frank Kebekus telefoniert, wie er selbst der österreichischen Zeitung Kurier sagt. Und dabei habe sich der «ganz brutale Plan» der Lufthansa offenbart.

Die größte deutsche Fluggesellschaft habe sich fast alle noch übrigen Niki-Flieger geschnappt, so der Unternehmer. «Die Lufthansa hat sich heimlich fast die gesamte Flotte geholt.» Einen Teil der Flieger soll Lufthansa demnach gekauft haben, für den Rest würden die Leasingverträge derzeit neu verhandelt. Nur noch zwei bis drei Flugzeuge seien bei Niki selbst verblieben.

Nicht schnell genug Ersatz verfügbar

Das Problem daran: Laut Lauda sei es fast unmöglich, schnell Ersatz für die Maschinen zu finden. Niki hatte zuletzt 21 Flugzeuge. Zudem flogen auch sieben Maschinen von Tuifly für Niki. «Wenn die Flugzeuge weg sind, müssen die Slots zurückgegeben werden», so Lauda. «Die Lufthansa bekommt NIki nicht, hat sich aber die Flugzeuge gesichert, sucht um die Slots an und bekommt diese auch. Niki aber ist zerstört», zitiert ihn der Kurier.

Laut EU-Kommission muss Lufthansa die Flugzeuge zurückgeben, wenn sie Niki nicht übernimmt. Die Airline verweist gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA denn auch darauf, dass sie die Maschinen einem Käufer von Niki zu marktüblichen Konditionen verkaufen werde. Die Übernahme der Maschinen durch Lufthansa hatte nach der Air-Berlin-Pleite begonnen, um den Flugbetrieb zu sichern.

Absage von Wöhrl

Da Leasinggeber drohten, die Flieger zurückzuholen, hatte Lufthansa die Verträge übernommen oder die Flugzeuge gekauft. Der Kurier zitiert nun Brancheninsider, die behaupten, Lufthansa habe ein Gutachten erstellen lassen, das zu dem Ergebnis komme, die Flieger müssten nicht zurückgegeben werden.

Neben Niki Lauda ist auch die irische Billigairline Ryanair an Niki interessiert – allerdings nur an Teilen. Dabei dürfte Ryanair es vor allem auf die Start- und Landerechte in Berlin-Tegel abgesehen haben. Die British-Airways-Mutter IAG war zu einem früheren Zeitpunkt an Niki interessiert, hat sich aber inzwischen wieder zurückgezogen. Auch Hans Rudolf Wöhrl erklärt auf seiner Facebook-Seite, dass er Niki nicht übernehmen wolle.

«Nicht die nötige Infrastruktur»

«Die Intro Gruppe war daran interessiert, die Air-Berlin-Gruppe als Ganzes zu erhalten, weil nur auf diesem Wege auch die für eine Fluggesellschaft erforderliche Infrastruktur erhalten geblieben wäre», so der Luftfahrtunternehmer. Da in der Vergangenheit alle Dienstleistungen für deren Tochtergesellschaften von Air Berlin erbracht worden seien, verfüge Niki nicht über die erforderliche Infrastruktur, um als selbstständige Fluggesellschaft fortgeführt werden zu können, so Wöhrl. Und auch er verweist auf das Flugzeug-Problem: «Hinzu kommt, dass sich ein großer Teil der Niki-Flugzeuge bereits im Eigentum der Lufthansa befinden.»

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