Economy Class im Airbus A350 von Lufthansa: Wer wenig zahlt, hat gratis nicht viel Auswahl.

Sitzplatzwechsel kostetLufthansa-Gruppe wird bei Economy-Light-Reisenden auf der Langstrecke strenger

Die günstigsten Tarife sind bei den Airlines aktuell sehr beliebt. So beliebt, dass die Lufthansa-Gruppe jetzt strenger wird, was Sitzplatzwechsel angeht.

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Eine Fluggesellschaft nach der anderen veröffentlicht aktuell eine Gewinnwarnung. Die ohnehin margenschwache Branche leidet unter dem wirtschaftlichen Umfeld, Lieferschwierigkeiten, operativen Herausforderungen und sinkenden Erlösen - bei gleichbleibenden Kosten pro Passagier. Auch Lufthansa musste den Investoren eröffnen, dass das Ergebnis dieses Jahr niedriger ausfallen dürfte als erwartet.

Einer der Gründe dafür ist auch, dass zwar die Anzahl der Freizeitreisenden in Premium-Kategorien weiterhin erfreulich hoch ist, hört man von allen Konzernairlines. Doch gleichzeitig buchen immer mehr Reisende auch Tickets in der allergünstigsten Kategorie. Wie Swiss-Finanzchef Dennis Weber bei der Präsentation der Halbjahreszahlen verriet, sorgte auch diese Entwicklung dafür, dass die durchschnittlichen Ticketpreise bei Swiss im ersten Halbjahr rund 4 Prozent gesunken sind.

Regeln für Kurzstrecke gelten auch auf langen Flügen

Zugespitzt könnte man also sagen: Die Light-Tarife, wie die günstigsten Tickets bei Austrian Airlines, Swiss und Lufthansa heißen, werden fast schon zu gut gebucht. Vielleicht ist das auch der Grund für eine Maßnahme, welche der Airline-Konzern jetzt umsetzt. Denn bei den Reisenden in der Economy Light wird die Lufthansa-Gruppe jetzt noch etwas strenger und passt die Regeln auf der Lang- denen auf der Kurzstrecke an.

Wer bei der Lufthansa, Austrian oder Swiss den günstigsten Tarif Economy light wählt, muss schon seit einer ganzen Weile draufzahlen, wenn er oder sie den Wunschsitzplatz reservieren will. Seit zwei Jahren kostet es auf Europaflügen auch extra, wenn man diesen Sitzplatz nach dem Check-in auf einen anderen, noch verfügbaren Platz ändern will.

Änderungen treten schon kommende Woche in Kraft

Das führt die Lufthansa-Gruppe jetzt auch auf der Langstrecke ein, berichtet das Portal Travel-dealz. Bislang war der Sitzplatzwechsel nach dem Check-in auf der Langstrecke auch im günstigsten Tarif noch gratis möglich. Für alle Check-ins ab dem 12. August ändert sich das. Wer dann den Platz noch wechseln will, muss dafür etwas zahlen.

Bislang gab es dafür auf der Kurzstrecke einen Fixpreis, doch auch das ändert sich. Ab dem 12. August richtet sich der Aufpreis auf Kurz- und Langstrecke nach der Sitzplatzkategorie, zitiert das Portal aus einer Mitteilung an die Vertriebspartner. Im zweitgünstigsten Tarif Economy Basic, der zusätzlich noch Aufgabegepäck beinhaltet, wird es weiterhin möglich sein, nach dem Einchecken den Platz noch kostenfrei zu ändern.

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