Cockpit eines Airbus A350 von Lufthansa: Zu viele Piloten.

Lufthansa GroupJede siebte Piloten- und sechste Flugbegleiterstelle gefährdet

Bei Lufthansa sind rund 22.000 Stellen in Gefahr. Jetzt hat der Konzern aufgezeigt, wo wie viele Jobs auf der Kippe stehen.

Top-Jobs

Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
.

Verkehrsleiter vom Dienst (m/w/d)

Memmingen
Feste Anstellung
Flughafen Memmingen GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es sind zwar nur rechnerische, aber dennoch wenig erfreuliche Zahlen. Vergangene Woche trafen sich die Spitzen der Lufthansa Group und der Gewerkschaften Verdi, Vereinigung Cockpit und Ufo. Dabei wurde die Personalsituation im Konzern als Folge der Corona-Krise erörtert. Am Montag (15. Juni) wurden auch die Betriebsräte informiert. Das Fazit: Es besteht eine Überkapazität von 22.000 Vollzeitstellen.

Allein die Fluggesellschaft Lufthansa sei «perspektivisch mit rechnerisch knapp 5000 Stellen betroffen», teilte der Konzern mit. Bei den Piloten seien 600 Stellen gefährdet, bei den Flugbegleitern 2600  und bei den Bodenmitarbeitern 1500. Ebenfalls betroffen sind 1400 Stellen in der Zentrale und bei anderen Konzerngesellschaften in der Verwaltung. «Nach unseren aktuellen Annahmen über den Geschäftsverlauf der kommenden drei Jahre haben wir allein bei Lufthansa perspektivisch keine Beschäftigung für jeden siebten Piloten und jeden sechsten Flugbegleiter sowie zahlreiche Mitarbeiter am Boden», fasst es Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht zusammen.

Zahlen könnten noch steigen

Lufthansa Technik hat weltweit einen Personalüberhang von rund 4500 Stellen, davon 2500 in Deutschland. Die Cateringtochter LSG Group hat weltweit 8300 Stellen zu viel, in Deutschland sind es 1500. Die Überkapazitäten könnten sogar noch ansteigen, wenn man keinen Weg finde, «mit wettbewerbsfähigen Personalkosten durch die Krise zu kommen», so Niggemann. Der Konzern schlägt Kurzarbeit, kollektive Vereinbarungen zur Absenkung der Wochenarbeitszeit oder andere kostensenkende Maßnahmen vor.

Viel Zeit bleibt nicht. Die Krisenvereinbarungen sollen bis zum 22. Juni vereinbart werden. Niggemann: «In der größten Krise der Luftfahrtgeschichte wollen wir trotz aller Herausforderungen über 100.000 Arbeitsplätze in der Lufthansa Group langfristig sichern. Dafür sind schmerzhafte Restrukturierungen unumgänglich, die wir möglichst sozialverträglich umsetzen wollen.»

Mehr zum Thema

Lufthansa-Flieger: Sollen für Liquidität sorgen.

Lufthansa will Hunderte Jets verkaufen und zurückleasen

Flugzeuge von Lufthansa und Austrian: Kredite werden angerechnet.

Staatshilfen sollen Lufthansa in Champions League halten

Jet von Lufthansa: Der Konzern fährt den Betrieb wieder hoch.

Lufthansa plant Kurzstrecken-Comeback bis September

ticker-lufthansa

Lufthansa bleibt in Münster/Osnabrück: München-Route auch 2026 gesichert

Video

seattle delta alaska
Auf einer Blaubeerfarm im US-Bundesstaat Washington wurde vor zwei Wochen ein Leck an einer Pipeline entdeckt. Eine Lösung gibt es noch nicht. Und das spüren auf die Fluggesellschaften am Seattle-Tacoma International Airport.
Timo Nowack
Timo Nowack
flughafen koeln bonn vorfeld
Es sind absurde Versuche, noch ins Flugzeug zu gelangen: Am Wochenende hat es am Airport Köln/Bonn einen zweiten Vorfall gegeben, bei dem Reisende aufs Vorfeld rannten.
Timo Nowack
Timo Nowack
DC-8 von Samaritans Purse: Die Hilfsorganisation hat das Flugzeug ausgemustert.
Samaritan’s Purse legt die letzte in den USA registrierte DC-8 still. In den vergangenen zehn Jahren war das Flugzeug im weltweiten humanitären Einsatz. Damit endet eine Ära.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies