Blick aus einem Embraer-E2-Jet: Lufthansa als kommende Kundin?

Airbus A220 oder Embraer E2Lufthansa geht Erneuerung der Kurzstreckenflotte an

Bei der Entscheidung zur Erneuerung der Kurzstreckenflotte wählt der Konzern zwischen Airbus A220 und Embraer E2. Lufthansa hat dabei auch Druck durch Billigairlines und ausländische Konkurrenz.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eines nach dem anderen. Zuerst brachte Lufthansa Group die Erneuerung der Langstreckenflotte auf den Weg. Nachdem er im Jahr 2013 Boeing 777X orderte, bestellte der deutsche Konzern 2018 auch Boeing 787 und zusätzliche A350. Beide Aufträge stockte Lufthansa in den folgenden beiden Jahren auf. Kürzlich kam der erste Dreamliner in Frankfurt an.

Jetzt kümmert sich das Unternehmen um das größentechnisch andere Ende der Flotte: die Kurzstreckenjets. Konzernchef Carsten Spohr und seine Kolleginnen und Kollegen beschäftigt sich zwar schon länger mit Airbus A220 und Embraer E2, doch die Langstreckenflieger hatten Priorität. Nun ändert sich der Fokus.

A220 und Embraer E2 stehen zur Wahl

«Wir werden definitiv wieder für die Kurzstrecke einkaufen müssen», sagte Spohr jetzt laut dem Magazin Aviation Week in einem internen Mitarbeiterforum. «Uns fehlt es an Flugzeugen der kleineren Kategorie.»

An vielen Flughäfen, die Lufthansa als Zubringermärkte für ihre Drehkreuze nutze, gebe es inzwischen starke Billigflieger oder Konkurrenz durch Airlines im Ausland, die Reisende zu ihren Drehkreuzen fliegen, so Spohr. Daher sei man «gezwungen, mehr kleinere Flughäfen anzuschließen».

Order bei zwei Flugzeugbauern?

Der Konzern betreibt aktuell Bombardier CRJ 900 bei Lufthansa und Lufthansa Cityline, Embraer E190 und E195 bei Air Dolomiti, E190 bei Lufthansa Cityline und E195 bei Austrian Airlines sowie Airbus A220 bei Swiss, Airbus A319 bei Lufthansa, Lufthansa Cityline, Eurowings und Brussels Airlines. Mit Blick in die Zukunft komm der A319 Neo für Lufthansa nicht infrage, die CRJ-Produktion ist eingestellt und so stehen A220 und Embraer-E2 zur Wahl.

Zwar soll Lufthansa bereits Ende 2020 Gespräche mit den Herstellern geführt haben. Anderseits sagte Spohr im Juni: «Wir haben noch nicht einmal offiziell Angebote angefordert.» Wie viele Flugzeuge Lufthansa im Visier hat, ist nicht bekannt, es dürfte aber um eine stattliche Menge gehen.

Noch 30 Optionen für Airbus A220

Spohr deutete damals aber an, dass er sowohl eine große Order bei Airbus oder Embraer für möglich hält, als auch Bestellungen bei beiden Flugzeugbauern. «Es gilt immer, je größer die Anzahl, desto größer der potenzielle Rabatt», so der Lufthansa-Chef damals bei einem Mediengespräch während des Jahrestreffens der Iata in Doha. «Andererseits möchte man auch nicht nur von einem Anbieter mehr als ein gewisses Maß abhängig sein.»

Die Lufthansa-Gruppe hat bei Airbus noch offene Bestellungen für 47 A320 Neo und 23 A321 Neo sowie Optionen für 30 A220. Zuletzt nutzte Eurowings in diesem Sommer auch A220 von Air Baltic im Wet-Lease, Swiss wird das im anstehenden Winter und kommenden Sommer tun. Die Schweizer Lufthansa-Tochter setzt über ihre andere Wet-Lease-Partnerin Helvetic auch Embraer-E2-Jets ein.

Mehr zum Thema

Airbus A220-300 von Swiss: Kam noch als Bombardier C-Series CS300 an.

Beginnt jetzt die Ära von A220 und Embraer E2?

Bombardier CRj900 von Lufthansa Cityline: Wird gelegentlich ersetzt.

Embraer rechnet sich Chancen für E2-Jets bei Lufthansa aus

Der Airbus A350 F und die Testflugcrew: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.

Startschuss für die Testkampagne: So lief der Erstflug des neuen Airbus-Frachters A350 F

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier