Lufthansa-Jets: Bald nicht mehr in Jekaterinburg.

Lufthansa: Weg aus Jekaterinburg

Die deutsche Fluglinie stellt die Flüge in die russischen Stadt ein. Laut Lufthansa aus wirtschaftlichen Gründen. In der Politik vermutet man andere Gründe.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Mitte Januar 2014 ist es vorbei. Dann stellt die deutsche Lufthansa ihre Flüge ins russische Jekaterinburg ein. Zehn Jahre lang ist die Airline in die russische Stadt geflogen. Man bedaure das Ende der Partnerschaft tief, heißt es von Seiten der Stadt. Als Grund für den Rückzug nennt Lufthansa-Sprecher Klaus Gorny wirtschaftliche Gründe. «Es ist ein ziemlich langer Flug, allein das verursacht schon hohe Kosten», erklärt er.

So könne man für die Tickets etwa nicht mehr verlangen als für die Strecke nach Rom. Der Flug sei aber etwa drei mal so lang. «Das ist der Hauptgrund», so Gorny. In der russischen Opposition wittert man allerdings weit heiklere Gründe. Russland habe Lufthansa gezielt vom Markt getrieben, so Politiker Alexander Burkow gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Man wolle inländischen Anbieter schützen, die Deutschen hätten darunter zu leiden.

Unkomfortabler Abflugszeitpunkt

Allein der Abflugszeitpunkt um 4:00 Uhr morgens sei alles andere als komfortabel gewesen, so der Politiker. Aber auch andere Maßnahmen hält er für möglich. Der Flughafen von Ekaterinburg redet laut Informationen der Medien momentan mit fünf russischen Anbietern über die Möglichkeit, die Slots von Lufthansa ab Januar zu füllen.

Dass der Abschied für immer sei, sei indes nicht gesagt, fügt Lufthansa-Sprecher Gorny an. «Russland ist natürlich langfristig auch ein interessanter Markt», sagt er. «Zu Beispiel ist die Expo 2020 in Ekaterinburg eine interessante Sache.» Man behalte den Markt also scharf im Auge.

Mehr zum Thema

Flugzeuge in der Wartungshalle von Ural Airlines: Die Airline will die Lebenszyklen ihrer Flotte deutlich verlängern.

Ural Airlines will ihre A320 über 20.000 Stunden länger fliegen lassen als von Airbus vorgesehen

Bombardier Global 6000 von Swiss Private Jet: Landete plötzlich in Russland.

Schweizer Bombardier Global 6000 fliegt nach Umweg über Oman mit russischem Kennzeichen

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

russland iraero antonov an 26 02

Fluggäste in Russland sitzen auf einmal in Transporter statt in Passagierflugzeug

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies