Lufthansa-Jets: Bald nicht mehr in Jekaterinburg.

Lufthansa: Weg aus Jekaterinburg

Die deutsche Fluglinie stellt die Flüge in die russischen Stadt ein. Laut Lufthansa aus wirtschaftlichen Gründen. In der Politik vermutet man andere Gründe.

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Mitte Januar 2014 ist es vorbei. Dann stellt die deutsche Lufthansa ihre Flüge ins russische Jekaterinburg ein. Zehn Jahre lang ist die Airline in die russische Stadt geflogen. Man bedaure das Ende der Partnerschaft tief, heißt es von Seiten der Stadt. Als Grund für den Rückzug nennt Lufthansa-Sprecher Klaus Gorny wirtschaftliche Gründe. «Es ist ein ziemlich langer Flug, allein das verursacht schon hohe Kosten», erklärt er.

So könne man für die Tickets etwa nicht mehr verlangen als für die Strecke nach Rom. Der Flug sei aber etwa drei mal so lang. «Das ist der Hauptgrund», so Gorny. In der russischen Opposition wittert man allerdings weit heiklere Gründe. Russland habe Lufthansa gezielt vom Markt getrieben, so Politiker Alexander Burkow gegenüber der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Man wolle inländischen Anbieter schützen, die Deutschen hätten darunter zu leiden.

Unkomfortabler Abflugszeitpunkt

Allein der Abflugszeitpunkt um 4:00 Uhr morgens sei alles andere als komfortabel gewesen, so der Politiker. Aber auch andere Maßnahmen hält er für möglich. Der Flughafen von Ekaterinburg redet laut Informationen der Medien momentan mit fünf russischen Anbietern über die Möglichkeit, die Slots von Lufthansa ab Januar zu füllen.

Dass der Abschied für immer sei, sei indes nicht gesagt, fügt Lufthansa-Sprecher Gorny an. «Russland ist natürlich langfristig auch ein interessanter Markt», sagt er. «Zu Beispiel ist die Expo 2020 in Ekaterinburg eine interessante Sache.» Man behalte den Markt also scharf im Auge.

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